07.05.2020

Lenzburger Bike-Patrol im Einsatz

Schneller und flexibler als «Fusspolizisten»: Zwei Polizisten der Repol Lenzburg unterwegs als Bike-Patrouilleure. Foto: zvg

Schneller und flexibler als «Fusspolizisten»: Zwei Polizisten der Repol Lenzburg unterwegs als Bike-Patrouilleure. Foto: zvg

Regionalpolizei: Im Einsatzgebiet der Regionalpolizei (Repol) Lenzburg werden inskünftig Polizisten auf Elektro-Bikes präsent sein. Aus der Erfahrung zeigt sich, dass Bike-Patrols hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung geniessen. 

Mit den Bike-Patrouillen soll gemäss einer Mitteilung der Repol die Präventionsarbeit der Polizei gestärkt und die Bürgernähe gefördert werden. Zudem ist die Bike-Patrouille ein geeignetes Mittel, um gerade auf den Zweiradverkehr präventiv und wo nötig auch repressiv besser Einfluss nehmen zu können.

Aus Dornröschenschlaf erwacht

Was in den 90er-Jahren seinen Ursprung hatte und einige Jahre später in den Dornröschenschlaf verfiel, wurde nun wieder ins Leben gerufen. Mit dem Einsatz einer Bike-Patrol führt die Regionalpolizei Lenzburg eine alte «Tradition» wieder ein. 

Die damalige Stadtpolizei Lenzburg hatte 1998 eine Fahrradgruppe gegründet, die fortan mit konventionellen Bikes der Firma Luongo auf Patrouille ging. Nachdem ein paar der sportbegeisterten «Gümmeler» das Korps verlassen hatten, wurden die Fahrräder stillgelegt.

Für gewisse Aufgaben effektiver

«Die Wirkung der Bike-Patrouillen ist äusserst positiv, gewisse polizeiliche Aufgaben können sogar besser ausgeführt werden als mit dem Auto oder zu Fuss», erklärt Ferdinand Bürgi, Kommandant der Regionalpolizei Lenzburg.

Eine Velopolizei könne sich viel schneller und flexibler fortbewegen als «Fusspolizisten», wodurch der Eindruck entstehe, dass sie allgegenwärtig seien. Die Patrouillenbesatzung der Bike-Patrouille ist so weit ausgerüstet, dass jederzeit eine Erstintervention möglich ist. 

Die unaufhaltsame Urbanisierung und das ständig wachsende Einsatzgebiet der Repol Lenzburg haben nach einem zeitgemässen Einsatz- und Fortbewegungsmittel gerufen. Die Bike-Patrouillen sind auch ein geeignetes Mittel, um in der kalten Jahreszeit präventiv gegen Dämmerungseinbrüche vorzugehen.

Ausserdem ist eine Bike-Patrouille einfacher anzusprechen als Polizisten in einem Streifenwagen, was einen direkteren und engeren Kontakt zu den Bürgern ermögliche. «Polizisten auf Velos haben ein dynamisches und vertrauenserweckendes Image in der Bevölkerung, werden daher sehr geschätzt und besser angenommen», betont Ferdinand Bürgi.

«Der Umgang miteinander ist entspannter, die Gesprächsbereitschaft nimmt zu, und die Passanten halten die Polizisten manchmal an, um ein paar Worte zu wechseln», meint Bürgi. Dabei gehe es sowohl um polizeiliche Aufgaben als auch um andere Bereiche, wie etwa das Velo an sich. Die Bevölkerung könne auf diese Weise leichter und effizienter sensibilisiert und aufgeklärt werden und nicht zuletzt erhofft er sich eine Vorbildwirkung für andere Velofahrer.

Als Teil der polizeilichen Grundversorgung kommt die Bike-Patrol auf dem ganzen Einsatzgebiet der Regionalpolizei zum Einsatz.(pd/rpl)

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