Stadt Lenzburg
19.02.2020

Weichen für die Gastro-Zukunft sind gestellt

<em>Dürfen ihren überbetrieblichen Kurs bereits als Erste in der Hightech-Küche absolvieren:</em> Die angehenden Köche Yannick Urech, Ivana Popadic, Dominique Pauli und Ryan Gauch. Ganz links Urs Kohler, Direktor GastroAargau, und Bruno Lustenberger, Präsident GastroAargau. Foto: Carolin Frei

Dürfen ihren überbetrieblichen Kurs bereits als Erste in der Hightech-Küche absolvieren: Die angehenden Köche Yannick Urech, Ivana Popadic, Dominique Pauli und Ryan Gauch. Ganz links Urs Kohler, Direktor GastroAargau, und Bruno Lustenberger, Präsident GastroAargau. Foto: Carolin Frei

Lenzburg Anfang Januar konnte der Branchenverband GastroAargau im Quartier Im Lenz seine Räumlichkeiten beziehen. Erste Kurse im GastroBildungsZentrum laufen bereits und die Abschlussprüfungen im Mai und Juni für Köche und Servicefachleute sind aufgegleist.

Von: Carolin Frei

Noch sind nicht ganz alle Arbeiten am Innenausbau fertiggestellt. Da und dort trifft man noch Handwerker, die dem Gebäude den letzten Schliff erteilen. Der Empfangsbereich, die Büros, die vier Schulzimmer, der Pausen- und Aufenthaltsraum sowie die 24 Kochplätze sind jedoch seit Anfang Januar einsatzbereit. Und werden rege genutzt. Im einen Schulzimmer lassen sich gerade angehende Wirte vom Experten ins Reich der Gastronomie einführen.

2,7 Kilometer Holz sorgen für ein edles Ambiente

Im Zimmer nebenan bereitet sich die Kursleiterin für die nächste Lektion mit ihren Servicefachleuten vor. Und im Aufenthaltsraum, der mit Stehtischen und einer Sitzgruppe ausgestattet ist, geniesst eine Gruppe ihren Pausenkaffee. «Um den Räumen ein einladendes Ambiente zu bescheren, haben wir die Wände mit Holzelementen versehen», sagt Bruno Lustenberger, Präsident von GastroAargau. «Ganze 2,7 Kilometer Holz wurden dafür benötigt», betont Lustenberger und fügt lachend an: «So erstaunt denn nicht, dass der Holzlieferant beim Schreiner zweimal nachfragte, ob die Bestellmenge auch stimme.»

Hightech-Geräte für Auszubildende

Nicht nur aufs Ambiente wurde Wert gelegt, sondern auch auf moderne Arbeitsplätze für die rund 600 Auszubildenden pro Jahr. Den angehenden Köchen stehen Hightech-Geräte zur Verfügung und die einzelnen Kochplätze sind so eingerichtet, dass effiziente Abläufe gewährleistet sind. Auszubildende durften ihren überbetrieblichen Kurs (ÜK) bereits am neuen Standort absolvieren und die ersten Lehrabschlussprüfungen werden im Mai und Juni abgenommen.

Für die künftigen Servicefachleute steht ein komplett eingerichtetes Restaurant zur Verfügung, in dem alles 1:1 geübt werden kann. Jeder Lernende hat seinen eigenen «Servicewagen», der mit allem bestückt ist, was es für den perfekt gedeckten Tisch braucht. Und – für spezielle Anlässe wird eine «wandelBar» geboten, die zum Showkochen, für Cocktailmixkurse und einfach zum gemütlichen Verweilen einlädt.

«Nach zwei Monaten intensiver Planung und sieben Monaten Bauzeit konnten die Räumlichkeiten für GastroAargau und die Hotel & Gastro formation Aargau Anfang Januar eingeweiht werden», sagt Direktor Urs Kohler stolz. «Es war ein sportliches Ziel, das Bruno Lustenberger, dem Architekten und mir einige schlaflose Nächte bereitete», fügt er lachend hinzu.

Aber es habe sich gelohnt, das Resultat – ein schweizweit einzigartiges Ausbildungszentrum in dieser Art – könne sich zeigen lassen, betont Kohler. Aus Platzgründen war man vor gut einem Jahr auf der Suche nach Ersatz für den alten Standort in Unterentfelden. In Lenzburg wurde man fündig, da die zentrale Lage überzeugte und die Anbindung an den öV wunderbar gewährleistet ist.

Kosten fallen etwas höher als budgetiert aus

Das Budget von 4,4 Millionen Franken konnte nicht ganz eingehalten werden, die Kosten schlagen mit 5 Millionen Franken zu Buche. «Gerade bei den Elektroinstallationen kamen höhere Kosten auf uns zu, da wir für 24 Kochplätze natürlich eine entsprechende Stromversorgung benötigen», sagt Lustenberger. Nichtsdestotrotz, Bruno Lustenberger und Urs Kohler sind stolz auf den gelungenen, topmodernen Neubau und sind überzeugt, damit ein zukunftsweisendes Signal für «Freude machende Ausbildungsplätze» gesetzt zu haben.

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