Stadt Lenzburg
08.01.2020

Lenzburg lernte sich konzentrieren

<em>Nach Musikensembles und Konzentrationsübungen:</em> Entspannte Teilnehmer am Lenzburger Neujahrsempfang. Foto: Alfred Gassmann

Nach Musikensembles und Konzentrationsübungen: Entspannte Teilnehmer am Lenzburger Neujahrsempfang. Foto: Alfred Gassmann

Neujahrsempfang Der Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen der Musik. Heinz Binder, Leiter der Musikschule Lenzburg, richtete besinnliche Worte an die Bevölkerung und überraschte mit einer Lektion.

Alfred Gassmann

Heinz Binder entführte die Teilnehmer in die Welt der Musik und zeigte auf, wie sie zu bereichern vermag. Selbst mit neuen Lernmethoden und -strategien kann man sich das Instrumentalspiel noch nicht mit der virtuellen Brille oder am Computer aneignen. «Das Erlernen eines Instrumentes ist nach wie vor ein Handwerk, welches Ausdauer und Zeit benötigt», hält Binder fest.

Musizieren sei gewinnbringend, eine ideale Schulung der Sozialkompetenzen und könne die Persönlichkeitsbildung positiv beeinflussen. Menschen mit einer hohen Sozialkompetenz zeichnen sich durch grosses Einfühlungsvermögen aus, durch ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Gerechtigkeitsempfinden und Fairness. Das Musizieren trage ferner zur intellektuellen Reifung bei, fördere die Konzentration und Aufmerksamkeit. Gesagt, getan.

Heinz Binder lud die Anwesenden zu einer Konzentrationsübung ein: gegenseitig linker/rechter Daumen verstecken und den anderen jeweils hochhalten. Oder im Rhythmus übers Kreuz auf Oberschenkel und Achsel klopfen. Warum denn darf über das eigene Unvermögen nicht gelacht werden?

Drei Wünsche des Ammanns

Stadtammann Daniel Mosimann wünschte vorab der Bevölkerung im Namen des Stadtrates von ganzem Herzen ein gutes neues Jahr, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Er erinnerte daran, dass die Musikschule in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern darf. Nicht von ungefähr kommt, dass die Musikschule den Neujahrsempfang musikalisch umrahmen darf.

Nach dem Blick auf die globalen Sorgen kam Mosimann auf die kommunalen Aufgaben im Jahr 2020 zu sprechen. Das geschlossene KV-Schulhaus soll einst als Verwaltungszentrum der Stadt dienen. Gemäss dem Stadtammann biegt die Revision der Bau- und Nutzungsordnung auf die lange Zielgerade ein.

Zu sanieren ist die Bleiche und zu erweitern ist das Schulhaus Mühlematt. «Wir sind immer noch stark interessiert, Standort einer kantonalen Mittelschule zu werden», erklärte der Redner. Als grösstes und wichtigstes Projekt in Lenzburg gilt aber die Entwicklung des gesamten Bahnhofs samt Bushof und dem Umfeld.

Daniel Mosimann verband seine Worte mit drei Wünschen. Er munterte auf, sich vom Vertrauen statt vom Misstrauen lenken zu lassen sowie die gegenseitige Achtung und Toleranz aktiv zu pflegen. Ferner rief er dazu auf, engagiert am kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben von Lenzburg teilzunehmen.

Die eingestreuten Musikvorträge erreichten die Herzen der Anwesenden. So das Pop-Ensemble mit Anastasia Vukovic, Gesang, Silas Dürst, Gitarre, Calvin Häni, Piano, und Luis Meister, Perkussion. Das Streicherensemble bestand aus Lina Siegel, Violine, Zoé Wöhrle, Violine, Hanna Siegel, Cello, und Walter Siegel, Klavierbegleitung.