Stadt Lenzburg
30.10.2019

Der Lenzburger Wein kommt ins Museum

<em>Gegenstand einer Pop-up-Ausstellung:</em> Lenzburger Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung, hier eine Weinetikette. Foto: zvg

Gegenstand einer Pop-up-Ausstellung: Lenzburger Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung, hier eine Weinetikette. Foto: zvg

Museum Burghalde Zum 70-Jahr-Jubiläum ist der Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung eine kleine, feine Ausstellung im Museum Burghalde gewidmet. Sie würdigt die Tropfen aus dem Rebberg am südlichen Schlossberghang.

An der Vernissage vom Freitag, 8. November, spricht Markus Dürrenberger vom Swiss Nano- science Institute zu Strategien, um Reben gegen Pilzbefall und Holzkrankheiten resistent zu machen. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Anschliessend lädt die Kulturkommission Lenzburg um 20 Uhr zu einem Podiumsgespräch im Burghaldenhaus ein.

Pop-up-Ausstellung

Mit viel Initiative und Passion pflegt die Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung seit 1949 den rund 40 Aren umfassenden Rebberg am südlichen Hang des Schlossbergs. Zum 70-Jahr-Jubiläum ist im Museum Burghalde bis am 8. März 2020 eine Pop-up-Ausstellung mit Trouvaillen aus dem Archiv der Vereinigung zu sehen. Präsidentin Corin Ballhaus und Kurt Wernli haben zusammen mit Sammlungsleiter Marc Philip Seidel die erlesene Auswahl getroffen.

Der Nanoforscher Markus Dürrenberger ist an der Vernissage für ein Impulsreferat eingeladen. Er präsentiert neuste Erkenntnisse, um den Einsatz konventioneller Pflanzenschutzmittel im Rebbau zu reduzieren.

Auf der anderen Seite benötigen Winzer angesichts des Klimawandels effiziente neue Strategien, um Krankheiten und Schädlinge zu bekämpfen. Hier setzt das trinationale Projekt Vitifutur an. Die Weinbau-Forschungsinstitute am Oberrhein schliessen sich zusammen und entwickeln Strategien, um die Rebe gegen Pilzbefall und Holzkrankheiten resistent zu machen. Als Partner mit dabei ist das Swiss Nanoscience Institute (SNI). Dürrenberger stellt mithilfe von Elektronenmikroskopie den Infektionsablauf für die Weinbauforscher dar.

«Prosecco» mit Rebbauern

Im Anschluss an die Vernissage im Museum findet im Burghaldenhaus ein Podiumsgespräch mit Monica Stauffer, Kurt Wernli und Nik Rüttimann statt.

Monica Stauffer bewirtschaftet oberhalb des Brättligäus 12,5 Aren Riesling-Sylvaner (Schlossberger Lenzburg). Den Rebberg hatten 1983 ihr Vater Paul Stauffer und Plinio Doninelli angelegt. Kurt Wernli trat 1993 der Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung bei, war Obmann der «Räblüs» (freiwillige Arbeitsgruppe) und 9 Jahre Vorstandsmitglied. Während der Rebbau für Stauffer und Wernli eine private Herzenssache ist, war Nik Rüttimann über 30 Jahre hauptberuflich als Rebmeister der Justizvollzugsanstalt für die Goffersberg-Reben verantwortlich. Heute bewirtschaftet er familieneigene Reben in Villigen und am Staufberg.

Im Gespräch mit Ortsbürger-Rebbauern-Präsidentin Corin Ballhaus erzählen die Lenzburger Rebbauern von ihrem Engagement und ihrer Faszination für das Kulturgut Wein. (pd/mb)

Pop-up-Ausstellung Lenzburger Wein. 70 Jahre Ortsbürger-Rebbauern-Vereinigung. – Ort: Museum Burghalde. – Dauer: 8. November bis 8. März 2020.