Stadt Lenzburg
30.10.2019

Kommandant hört nach 71733 Minuten auf

<em>Interessante Demonstrationen vor grosser Zuschauerschar:</em> Simulierte Strassenrettung beim Staufner Restaurant Linde im Rahmen der Hauptübung der Regio-Feuerwehr Lenzburg.<em>Der scheidende Kommandant und sein Nachfolger:</em> Roger Strebel und Marcel Willi an der Hauptübung in Staufen. Fotos: Fritz Thut

Interessante Demonstrationen vor grosser Zuschauerschar: Simulierte Strassenrettung beim Staufner Restaurant Linde im Rahmen der Hauptübung der Regio-Feuerwehr Lenzburg.

Der scheidende Kommandant und sein Nachfolger: Roger Strebel und Marcel Willi an der Hauptübung in Staufen. Fotos: Fritz Thut

Feuerwehr Zu Ehren des abtretenden Kommandanten Roger Strebel fand die Hauptübung der Regio-Feuerwehr Lenzburg heuer in dessen Wohngemeinde Staufen statt.

Fritz Thut

Aussergewöhnlich zahlreich marschierten die Zuschauer zur Hauptübung der Regio-Feuerwehr Lenzburg, die diesmal in Staufen stattfand, auf. Im weiteren Umkreis der «Linde» bekam das Publikum einen Einblick in die Fähigkeiten der gut 100 Mitglieder der gemeinsamen Feuerwehr der Gemeinden Ammerswil, Lenzburg und Staufen.

Zuerst wurde ein supponierter Verkehrsunfall gezeigt. Nach einer Kollision zweier Personenwagen kamen die Mitglieder des Pionierzugs zum Einsatz. Diese Spezialisten wurden hier nochmals von Roger Strebel, mit einem Überzug als «Chef Technische Rettung» markiert, koordiniert. Die «verletzten» Autoinsassen wurden noch Ort von Samaritern erstversorgt, ehe mit hydraulischen Schneidern, überdimensionierten Büchsenöffnern nicht unähnlich, die Autos aufgeschnitten wurden und so die Bergung ermöglicht wurde. Gleich nebenan wurde eine Einsatzübung gezeigt, ehe zum Schulhaus disloziert wurde, wo unter anderem die Autodrehleiter und die Jugendfeuerwehr im Einsatz zu sehen waren.

Wechsel nach acht Jahren

Wichtigster Punkt beim anschliessenden Nachtessen in der Turnhalle war der Kommandantenwechsel. Nach acht Jahren an der Spitze der Regio-Feuerwehr tritt Roger Strebel auf nächstes Jahr ins zweite Glied zurück. Strebel absolvierte während 30 Dienstjahren 1572 Übungen und 943 Einsätze, wie bei seiner Würdigung festgehalten wurde. 71733 Minuten, so eine weitere eindrückliche Zahl, betrug allein der Funktionsaufwand als Kommandant.

Roger Strebels Wissen wird der Regio-Feuerwehr nicht gänzlich verloren gehen. Er wird künftig Chef der Löschzüge blau und rot. Als Kommandant wird ihm ab 2020 bei gleichzeitiger Beförderung vom Oberleutnant zum Hauptmann und Präsidenten der Feuerwehrkommission Marcel Willi folgen. Franziska Möhl, als Lenzburger Vizeammann zuständig für das Ressort Sicherheit, bezeichnete Willi als «Quereinsteiger und Senkrechtstarter», ist doch der neue Kommandant erst seit 2010 Mitglied der Feuerwehr.