Stadt Lenzburg
03.07.2019

KV-Schulhaus wird Stadtbüro

<em>Handelshaus, Schulhaus, Bürgerhaus:</em> Das Hünerwadelhaus am Lenzburger Freischarenplatz soll eine neue Nutzung erhalten. Foto: Fritz Thut

Handelshaus, Schulhaus, Bürgerhaus: Das Hünerwadelhaus am Lenzburger Freischarenplatz soll eine neue Nutzung erhalten. Foto: Fritz Thut

Verwaltungszentrum «Mit der Umnutzung des KV-Schulhauses in ein Verwaltungszentrum tun wir für die Bürger von Lenzburg etwas Gutes.» Mit diesem Satz unterstrich Stadtammann Daniel Mosimann an der Einwohnerratssitzung vor Wochenfrist den Nutzen dieser geplanten Umnutzung. Die Einwohner finden künftig die gesamte Verwaltung unter einem Dach.

Nachdem der Kanton Aargau im März mit der Bekanntgabe seines Standortkonzepts Berufsfachschulen die Auflösung des KV Lenzburg-Reinach per Ende Schuljahr 2019/2020 beschlossen hatte, machte man sich bei der Stadt umgehend daran, die weitere Verwendung des Hünerwadelhauses zu prüfen. Das Ansinnen des Kantons, hier eine Aussenstation der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales einzurichten, kam für Lenzburg nicht in Frage.

Zentrale Verwaltung

Von der Grösse her und dank der guten externen (zentrale Lage) und internen Erschliessung (Lift) kristallisierte sich schnell heraus, dass sich das ehemalige Handelshaus ideal zum ohnehin in den nächsten Jahren benötigten Verwaltungszentrum umbauen lässt.

Nun hat Stadtammann Mosimann über erste Details informiert. Die Stadt Lenzburg beschäftigt aktuell rund 130 Mitarbeitende an total neun verschiedenen Standorten. Den Grossteil davon will man nun zentral im jetzigen KV-Schulhaus am Freischarenplatz zusammenziehen: Es geht um die Standorte Försterhaus am Kronenplatz mit den Abteilungen Stadtplanung und Hochbau, Tiefbau und Verkehr, Standortentwicklung und Kommunikation, Alte Post mit den Abteilungen Soziale Dienste, Regio-Steueramt und Informatik und Rathaus mit der Verwaltung.

Man rechnet mit einer Kapazität von maximal 85 Arbeitsplätzen, wobei in der Anfangsphase sicher einige noch als Reserve verplant werden.

Mit der Neukonzeption des Zentrums will die Stadt, so der Wortlaut der Medienmitteilung, «die Dienstleistungen der Verwaltung gegenüber den Einwohnern verbessern, indem die Anlaufstellen zentralisiert und die Abläufe optimiert werden».

Ehrgeiziger Zeitplan

Dieses «Stadtbüro» modernsten Zuschnitts soll zügig realisiert werden. Im nächsten Sommer sollen alle politischen Prozesse, inklusive allfällige Volksabstimmungen, abgeschlossen sein. Nach Abschluss des KV-Schuljahres erfolgt der Umbau und bereits für den Sommer 2021 wird die Eröffnung des Verwaltungszentrums angestrebt.

Was mit den frei werdenden Liegenschaften Försterhaus, Alte Post und Rathaus passieren soll, ist noch offen. Antworten dazu soll die schon lange erwartete Liegenschaftsstrategie der Stadt liefern. (tf)