Stadt Lenzburg
12.06.2019

Die «Welle» als Schallschutzwand

<em>Originelle Fassadenform auf der Westseite: </em>Die Überbauung Welle am Lenzburger A1-Zubringer ist fertiggestellt. Foto: Fritz Thut<em>«Mein längster Baukörper»:</em> Lorenz Nef, Leiter Entwicklung Fortimo. Foto: Fritz Thut

Originelle Fassadenform auf der Westseite: Die Überbauung Welle am Lenzburger A1-Zubringer ist fertiggestellt. Foto: Fritz Thut

«Mein längster Baukörper»: Lorenz Nef, Leiter Entwicklung Fortimo. Foto: Fritz Thut

Überbauung Die 80 Wohnungen der Überbauung Welle am Lenzburger A1-Zubringer werden gegenwärtig bezogen. Vom starken Verkehr ist im Innern nahezu nichts und auf der Westseite wenig zu hören.

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Mit der wellenförmigen Westfassade, die der gesamten Überbauung den offiziellen Namen welle-lenzburg.ch gegeben hat, ist das Gebäude an der Gexistrasse eine der architektonisch interessantesten Würfe in der Stadt. Investor ist die Ostschweizer Firma Fortimo AG, Projektverfasser ist Frei Architekten AG in Aarau.

An der Feier zur Fertigstellung des Bauwerks sprach Fortimo-Geschäftsleitungsmitglied Lorenz Nef eine weitere Besonderheit an. Für den Leiter Entwicklung ist die «Welle» mit einer Länge von 191,5 Metern «der längste Baukörper, den ich je realisiert habe».

Die anwesenden Vertreter von Stadtbauamt und Stadtrat hätten diesen Superlativ ebenfalls beanspruchen können: Die «Welle» ist der längste Bau auf Stadtgebiet; länger als der Sitz der Stiftung Orte zum Leben am andern Ende der Stadt und auch länger als die Fabrik der ABB Semiconductors.

Transparente Bauteile

Neben Wellenform und Länge weist die 80 Wohnungen umfassende Überbauung, die siebeneinhalb Jahre nach dem ersten Kontakt bezogen werden konnte, wegen ihrer einzigartigen Lage eine weitere Besonderheit auf: Die «Welle» ist auch eine Schallschutzwand. Wegen der unmittelbaren Nähe zum Autobahnzubringer mit seinen rund 25000 Fahrzeugen pro Tag wurde dem Lärmschutz besondere Beachtung geschenkt.

In den Wohnungen und Treppenhäusern ist vom Verkehrslärm sozusagen nichts zu hören, derart gut sind Wände und Fenster isoliert. Wobei sich viele Fenster gar nicht öffnen lassen: Sie heissen dann offiziell «transparente Bauteile». Nicht nur die Bewohner der «Welle» selbst, sondern auch das Quartier westlich, links und rechts der Othmarsingerstrasse, profitiert von der verbesserten Lärmabschottung.

Ein Grossteil der Wohnungen ist bereits vermietet.