Stadt Lenzburg
10.04.2019

Grosse Pläne rund um den neuen Bahnhof

<em>Grosse Pläne:</em> Projektunterstützer Michael Wägli, die Stadtbauamt-Abteilungsleiter Christian Brenner und Christoph Schnegg und Stadtrat Martin Stücheli erläutern die «Funktionale Studie Verkehr» zum Bahnhof Lenzburg. Foto: Fritz Thut

Grosse Pläne: Projektunterstützer Michael Wägli, die Stadtbauamt-Abteilungsleiter Christian Brenner und Christoph Schnegg und Stadtrat Martin Stücheli erläutern die «Funktionale Studie Verkehr» zum Bahnhof Lenzburg. Foto: Fritz Thut

Bahnhof Die Planung für das gesamte Bahnhofareal wird langsam konkreter. Die SBB haben die Gleisgeometrie fix definiert, jetzt folgt die Testplanung für Hochbauten. Mehrere hundert Millionen Franken werden hier verbaut.

Fritz Thut

Es ist ein scheinbar ewiges Werk, die Neugestaltung des gesamten Bahnhof-Quartiers von Lenzburg. Nun wurde ein klitzekleiner Meilenstein passiert: Stadtrat Martin Stücheli, die beiden Stadtbauamts-Abteilungsleiter Christian Brenner (Verkehr) und Christoph Schnegg (Stadtplanung) und Projektunterstützer Michael Wägli präsentierten diese Woche die «Funktionale Studie Verkehr» zum Bahnhof.

Die Pläne sind riesengross. Wortwörtlich. Mehrere Quadratmeter misst das Planwerk, auf dem das Ergebnis der Studie festgehalten ist. Auf dieser Grundlage erfolgen in den nächsten Jahren die weiteren Überlegungen rund um den aktuell überlasteten und deshalb potenziell gefährlichen Bahnhof, der der Stadt optisch ebenfalls nicht zur Zierde gereicht.

Schwerpunkt rückt nach Westen

Gemäss dem Lenzburger Bauminister Stücheli hat der Stadtrat nach Kenntnisnahme der Studie einen Grundsatz definiert: «Wir wollen nicht einen reinen Ein- und Aussteigebahnhof. Wir wollen hier einen Begegnungsort schaffen.» Dieses Ziel kann nun konkreter angepackt werden, nachdem die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die längerfristige Gleisgeometrie im Bahnhof definitiv festgelegt haben.

Der «Seetaler» wird künftig Bahnhofstrasse und Begegnungszone queren und als siebtes und südlichstes Gleis in die Gesamtanlage integriert. Perrons und Unterführungen (eine zweite ist westlich der bestehenden vorgesehen) werden breiter und damit sicherer. Allein diese Arbeiten kosten rund 180 Millionen Franken.

Für die funktionale Studie wurden die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer definiert: Beispielsweise sind 1500 Veloplätze vorgesehen. Für den Bushof, der ebenfalls nach Westen zwischen die beiden Unterführungen rutscht, sind mindestens acht Kanten geplant.

Testplanung für Hochbauten

Nachdem die Räume für die Verkehrsinfrastruktur ausgeschieden sind, geht es um die städtebauliche Gestaltung des Areals. Noch steht beispielsweise der Standort des künftigen Aufnahmegebäudes (das bisherige muss der breiteren Gleisanlage weichen) nicht exakt fest.

Die so genannten Potenzialflächen sind im Plan schraffiert. Hier sind in den nächsten Monaten zusammen mit den SBB, der Post und weiteren Beteiligten Fantasie und Visionen gefragt. Unter Einbezug der reaktivierten Bahnhofbegleitkommission läuft bis Sommer 2020 eine Testplanung.

Zur Information der interessierten Öffentlichkeit wird die Internet-Plattform www.anschluss-lenzburg.ch wieder aktiviert.