Stadt Lenzburg
03.04.2019

Nikin-Kunden pflanzten Bäume

<em>Aktiver Einsatz für den Wald:</em> Baumpflanztag der Firma Nikin im Lenzhard-Wald in Lenzburg. Foto: Fritz Thut

Aktiver Einsatz für den Wald: Baumpflanztag der Firma Nikin im Lenzhard-Wald in Lenzburg. Foto: Fritz Thut

Wald Über 50 mehrheitlich jugendliche Kunden der Lenzburger Firma Nikin pflanzten im Lenzhard-Wald 480 Bäume und taten damit aktiv etwas für den Umweltschutz.

Fritz Thut

Nikin ist eine von jungen Seetalern gegründete Firma, die ökologisch und fair produzierte Kleidungsstücke vertreibt. Für jede verkaufte Einheit wird ein Baum gepflanzt, weshalb die T-Shirts hier auch «TreeShirt» heissen.

Während Nikin bislang die versprochenen Aufforstungen durch verlässliche Partnerfirmen und mit persönlichem Bestätigungszertifikat etwa in Asien oder Zentralamerika durchführen lässt, war nun ein Baumpflanztag in heimischen Gefilden angesagt. Nikin-Kunden waren aufgerufen, selbst Hand anzulegen und im Lenzhard-Wald Bäume zu setzen.

Die Resonanz auf den Aufruf war gross und so trafen sich gut 50 mehrheitlich jugendliche Nikin-Träger am Rand einer Waldlichtung, um sich über die Details der Aktion informieren zu lassen und Instruktionen über das fachgerechte Einpflanzen eines Waldbaums entgegenzunehmen.

Ein langfristiges Projekt

Die Auswahl des Areals erfolgte durch die Forstdienste Lenzia und Förster Markus Dietiker wies in seiner Einführung darauf hin, was zu beachten ist. Die Waldlichtung ist durch die grossen Stürme der letzten Jahre und durch Befall durch den gefrässigen Borkenkäfer entstanden. Die nun gepflanzten Bäume sollten jedoch dem Wetter trotzen: «Es ist ein relativ langfristiges Projekt», schärfte Dietiker, der mit zwei Kollegen die Arbeiten der jugendlichen Helfer betreute, den Zuhörern ein.

Die Forstprofis hatten in mehr oder weniger regelmässigen Abständen 480 Löcher für die Jungpflanzen gebohrt. Setzlinge oder Jungpflanzen für 400 Eichen, 40 Weisstannen und 40 Eiben standen bereit. «Das Loch passt man den Wurzeln an, nicht umgekehrt», lautete einer der Merksätze von Dietikers Instruktion. So musste halt die Mulde oft noch von Hand etwas erweitert werden.

Mit dem sogenannten «Elchtest», dem Zupfen an der eingestampften Jungpflanze, wurde kontrolliert, ob die Verankerung im Waldboden genügend und erfolgversprechend war. Zum Schutz gegen hungrige Rehe wurde jede Pflanze mit einem Gitter versehen.

Markus Dietiker begrüsste die Nikin-Aktion: «Es ist eine schöne Idee und wir sind die Letzten, die jemanden am sinnvollen Arbeiten im Wald hindern wollen.» Die Freiwilligen waren mit Eifer dabei; die Stimmung war gut, wie die gegenseitigen kleinen Neckereien schon bald zeigten.

Eine Wiederholung ist angedacht

Der aktive Einsatz für die Umwelt wurde den Teilnehmern und erstaunlich zahlreichen Teilnehmerinnen mit einem speziell bedruckten «TreeShirt» und einer Zwischenverpflegung vergolten. «Diese Aktion ist ein voller Erfolg», so Nikin-Mitgründer Robin Gnehm: «Wenn wir eine passende Gelegenheit finden, werden wir den ‹Nikin Swiss Tree-Planting-Day› sicherlich wiederholen.»