Stadt Lenzburg
24.04.2019

Smart-Meter fertig montiert

<em>Umstellung schon abgeschlossen: </em>Markus Obi, Leiter Mess- und Kontrollwesen der SWL Energie AG, überprüft die Smart-Meter in der neuen Lenzburger Überbauung «Im Lenz». Foto: zvg

Umstellung schon abgeschlossen: Markus Obi, Leiter Mess- und Kontrollwesen der SWL Energie AG, überprüft die Smart-Meter in der neuen Lenzburger Überbauung «Im Lenz». Foto: zvg

Energie Lenzburg geht beim Smart-Metering voran: Der Wechsel auf intelligente Stromzähler ist abgeschlossen.

Als einer der ersten Schweizer Energieversorger hat die SWL Energie AG nahezu alle konventionellen Stromzähler in Lenzburg durch Smart-Meter ersetzt. Diese intelligenten Zähler übermitteln die Daten zum Stromverbrauch automatisch. Daher braucht der Zählerstand nicht mehr vor Ort bei den Kunden abgelesen zu werden.

Smart-Meter spielen für die Energiestrategie 2050 des Bundes eine wichtige Rolle. Weil in Zukunft mehr Strom in kleinen Produktionsanlagen wie etwa Solarstromanlagen entsteht, wird das Stromnetz stärker belastet. Damit die Stromversorgung trotzdem so zuverlässig funktioniert wie bisher, müssen die verschiedenen Anlagen miteinander kommunizieren und sich aufeinander abstimmen. Um dies zu ermöglichen, müssen die Schweizer Stromnetzbetreiber bis Ende 2027 80 Prozent aller konventionellen Zähler durch Smart-Meter ersetzen.

Ziel übertroffen

Die SWL Energie AG hat dieses Ziel schon längst erreicht – und sogar übertroffen: 99 Prozent der Stromzähler in Lenzburg sind inzwischen Smart-Meter. Das liegt daran, dass die SWL Energie AG die zentrale Rolle der intelligenten Zähler für die künftige Stromversorgung früh erkannte. Sie begann bereits 2010 damit, systematisch alle bisherigen Zähler durch Smart-Meter zu ersetzen. Ein wichtiger Beweggrund war damals, den Ableseprozess bei Mieterwechseln zu vereinfachen.

Nun ist das Projekt abgeschlossen. Bei den wenigen noch nicht ausgetauschten Zählern handelt es sich um Spezialfälle. Sie befinden sich zum Beispiel in Liegenschaften, in denen sie gleichzeitig mit den Gas- und Wasserzählern ausgewechselt werden.

Kein Ablesen mehr nötig

Als Querverbundunternehmen setzt die SWL Energie AG nämlich nicht nur beim Strom auf Smart-Meter, sondern genauso bei Gas, Wasser und Fernwärme. Auch bei diesen Zählern ist der Austausch weit fortgeschritten. Das bedeutet für die Kunden, dass künftig kein Ableser mehr in ihr Haus zu kommen braucht. Sämtliche Daten zum Energie- und Wasserverbrauch werden automatisch übermittelt.

Dabei sind Datenschutz und Datensicherheit jederzeit gewährleistet. Die Daten werden anonymisiert und verschlüsselt übermittelt. Die SWL Energie AG nutzt sie ausschliesslich für die Abrechnung sowie auf Wunsch für die Kundenberatung und gibt sie nicht an Dritte weiter.

Kooperative Kunden

Dass die SWL Energie AG die Montage der Smart-Meter bereits abschliessen konnte, liegt auch an den Kunden. Sie zeigten sich laut Gian von Planta, Leiter Anlagen & Netze, sehr kooperativ: «Wir danken den Kunden dafür, dass sie unseren Mitarbeitenden die Terminkoordination für den Zählerwechsel erleichtert und zum vereinbarten Zeitpunkt den Zugang zu den Zählern freigehalten haben.»

Für die Kunden bedeuten die Smart- Meter gleich mehrere Vorteile. Neben dem Ablesen des Zählers entfallen auch die bisherigen Akontorechnungen. Neu stellt die SWL Energie AG den Kunden viermal jährlich eine Rechnung, die auf dem effektiven Energieverbrauch basiert. Das erhöht die Transparenz.

Ein weiteres Plus der intelligenten Zähler: Bei unerklärlichen Veränderungen des Energieverbrauchs lassen sich die Gründe einfacher herausfinden. Zudem können die Verbrauchsdaten als Basis für Energieberatungen genutzt werden – um beispielsweise eine Photovoltaikanlage passend zu dimensionieren. Nicht zuletzt vereinfachen sich durch die Smart-Meter die internen Prozesse der SWL Energie AG. (pd/swl)

Vorbildfunktion für Dritte

Dienstleistungen Durch den flächendeckenden Rollout von Smart-Metern in Lenzburg hat die SWL Energie AG ein Fachwissen aufgebaut, das in der Schweiz seinesgleichen sucht. Deshalb erbringt sie für andere Energieversorger modulare Dienstleistungen in diesem Bereich. Dazu zählen etwa Konzepte für den Smart-Meter-Rollout, die Evaluation von Zählern und Messdienstleistern, der Einbau der Zähler und der notwendigen Messinfrastruktur, die Einbindung zum Messdienstleister sowie der gesamte Meter-to-Cash-Prozess. (pd/swl)