Stadt Lenzburg
13.03.2019

Herzlich willkommen im «Interhome»

<em>Offizielle Übergabe: </em>Marcel Zurbuchen, Revierleiter der Forstdienste Lenzia, und Stadtrat Martin Steinmann mit dem symbolischen Schlüssel vor dem Werkhoftor. Fotos: Fritz Thut<em>Überbleibsel:</em> Architekt Samuel Wiederkehr mit dem Holzvogel «Lenzi» aus dem abgebrannten Werkhof.<em>Abschlussarbeit:</em> Lehrling Dominik Peyer mit seinem Herbarium in Kommodenform.

Offizielle Übergabe: Marcel Zurbuchen, Revierleiter der Forstdienste Lenzia, und Stadtrat Martin Steinmann mit dem symbolischen Schlüssel vor dem Werkhoftor. Fotos: Fritz Thut

Überbleibsel: Architekt Samuel Wiederkehr mit dem Holzvogel «Lenzi» aus dem abgebrannten Werkhof.

Abschlussarbeit: Lehrling Dominik Peyer mit seinem Herbarium in Kommodenform.

Forstdienste Lenzia Mit einer offiziellen Schlüsselübergabe wurde der Bezug des neuen Werkhofs der Forstdienste Lenzia auf dem Zeughausareal gefeiert.

Fritz Thut

Nach dem Besichtigungstermin zum Abschluss der Umzugsarbeiten im Januar wurde nun offiziell gefeiert. Im Beisein des Stadtrats, der Forstkommission und am Umbau beteiligter Handwerker wurde der neue Standort des Forstwerkhofs eingeweiht.

Auf dem Zeughausareal, genau in jenem Gebäude, in dem die Stiftung Stapferhaus fast zwei Jahrzehnte lang Ausstellungen zu gesellschaftlichen Themen präsentierte, haben die Mitarbeiter der Forstdienste eine neue Basis gefunden.

«Willkommen im ‹Interhome›», begrüsste der zuständige Stadtrat Martin Steinmann die Gäste. Diese Bezeichnung wurde gewählt, weil «Lenzia» hier nur vorübergehend heimisch wird – so lange, bis an der Werkhofstrasse der Ersatzbau für den im vorletzten Juni niedergebrannten Werkhof bezugsbereit ist. Dies kann gut und gerne noch einige Jahre dauern, denn noch muss der Neubau etliche politische Hürden nehmen und danach realisiert werden.

«Die Forstdienste werden ein wenig zu einem Zügelunternehmen», witzelte Steinmann weiter. Das bestens geeignete, Ortsbürger-eigene Areal ist die zweite Zwischenstation nach dem Brand, nach einem Intermezzo an der Sägesstrasse.

Wechselnde Nutzungen

Um die Bedürfnisse der «Lenzia»-Mitarbeiter abzudecken, waren Anpassungen am Gebäude nötig. Obwohl man sich auf das Nötigste beschränkte, war die planende und ordnende Hand eines Architekten gefragt. Samuel Wiederkehr, der schon den den Flammen zum Opfer gefallenen Forstwerkhof projektiert hatte, hielt bei der Einweihung fest, dass dieses Haus «prädestiniert für wechselnde Nutzungen» ist. Revierleiter Marcel Zurbuchen, der anschliessend den symbolischen Schlüssel aus Zopfteig entgegennahm, fand die Wahl des Architekten gut: «Sämi Wiederkehr kannte unsere Bedürfnisse schon.»

Bevor am Büffet der Bezug des neuen Werkhofs begossen werden konnte, überraschte Architekt Wiederkehr mit einem alten Bekannten: Der Holzvogel «Lenzi», den er seinerzeit zur Einweihung des Werkhofs geschenkt hatte, hat den Brand überlebt, wurde gerettet und findet nun im Zeughausareal ein neues Daheim.

In der Einstellhalle konnten die Gäste die Abschlussarbeit von Lehrling Dominik Peyer bestaunen: ein Herbarium in einer umgebauten Kommode.