Stadt Lenzburg
06.02.2019

Im Zentrum müssen kranke Erlen weg

<em>Müssen aus Sicherheitsgründen abgeholzt werden:</em> Kranke Erlen am Aabach-Ufer mit Peter Ulmann vom Werkhof. Foto: Fritz Thut<em>Auslöser der Baumschwäche:</em> Der Feuerschwamm am Stamm der Erlen. Foto: zvg

Müssen aus Sicherheitsgründen abgeholzt werden: Kranke Erlen am Aabach-Ufer mit Peter Ulmann vom Werkhof. Foto: Fritz Thut

Auslöser der Baumschwäche: Der Feuerschwamm am Stamm der Erlen. Foto: zvg

Abholzaktion Am nächsten Mittwoch müssen im Zentrum von Lenzburg Bäume abgeholzt werden: Die von einem Pilz befallenen Erlen wurden zu einem Sicherheitsrisiko.

Fritz Thut

Mit einer offenen und offensiven Informationspolitik will man beim Werkhof die Bevölkerung auf bevorstehende Baufällaktionen aufmerksam machen. «Wenn wir vorher die Gründe darlegen, ist in der Öffentlichkeit grosses Verständnis vorhanden», sagt Peter Ulmann, der stellvertretende Leiter des Werkhofs.

Mit diesen Vorab-Orientierungen wird dem Idefix-Syndrom vorgebeugt: Wie der kleine Hund in den Asterix-Comics jaulte ein Teil der Bevölkerung jeweils laut auf, wenn irgendwo ein Baum gefällt wurde.

Von Pilz geschwächte Erlen

Aktuell geht es um total acht Erlen, «die seit zwei Jahren serbeln», wie es Peter Ulmann ausdrückt. Draussen in Wald oder Wiese wäre dies nicht gravierend, doch diese Erlen stehen im Dreieck von Bahnhofstrasse, Kerntangente und Aabach, also mitten in der Stadt. Hier an der viel begangenen Fussgänger- und Velofahrer-Verbindung vom Müli-Märt zum Schulhaus Mühlematt und zur Bahnhofstrasse kommt dem Sicherheitsaspekt eine grosse Bedeutung zu: «Das Risiko ist hier, wo derart viele Leute vorbeikommen, viel zu gross.»

Grund für die Schwächung der Erlen ist ein Pilzbefall. Der sogenannte Feuerschwamm zersetzt das Holz der Bäume langsam von innen. Die Schwächung der Strukturen kann zum Abbrechen ganzer Äste oder gar zum Umfallen führen. «Wir können und wollen nicht warten, bis etwas passiert», sagt der zuständige Werkhofmitarbeiter.

Aus diesem Grund erfolgt nun am nächsten Mittwoch, 13. Februar, eine Abholzaktion. Dazu sind die Forstdienste Lenzia aufgeboten, die sich ihrerseits externe Unterstützung sichern, damit die abgesägten Erlenstammstücke mit einem Greifarm direkt abgelegt werden können. Während die Abholzung der Sechser-Gruppe lediglich den Langsamverkehr beeinträchtigt, muss für die zwei Einzel-Erlen am rechten Aabach-Ufer die Bahnhofstrasse um etwa 13.30 Uhr einseitig gesperrt werden.

Anstelle der abgeholzten Bäume werden später neue angepflanzt, «aber sicher keine Erlen», so Werkhofarbeiter Peter Ulmann.