05.11.2020

Bäumiges Wachstum hält an

Im Reich der Landi-Regale: Nikin-Gründer Robin Gnehm und Nicholas Hänny in ihrem Lager im Wisa-Gloria-Gebäude. Foto: Fritz Thut

Im Reich der Landi-Regale: Nikin-Gründer Robin Gnehm und Nicholas Hänny in ihrem Lager im Wisa-Gloria-Gebäude. Foto: Fritz Thut

Nikin Das nachhaltige Lenzburger Bekleidungs- und Lifestylelabel Nikin feiert den vierten Geburtstag. Es hat bald 800'000 Bäume gepflanzt. Die Gründer haben weitere Pläne.

Von: Fritz Thut

Ende Oktober 2016 trafen sich die früheren Sandkasten-Spielkameraden Robin Gnehm und Nicholas Hänny im McArthurs-Pub in Lenzburg, um zusammen etwas anzureissen: die Geburtsstunde der heutigen Nikin GmbH. Aus bescheidensten Anfängen entwickelte sich ein der Nachhaltigkeit verpflichtetes Bekleidungslabel.

Von Beginn weg stand die Idee, für jeden verkauften Gegenstand einen Baum zu pflanzen respektive pflanzen zu lassen. Aus diesem Grund heissen die Kleidungsstücke bei Nikin auch TreeShirt, Treenie oder TreeCap. Heute steht der Baumzähler auf der am 11. Dezember 2016 lancierten Webshop-Homepage bei rund 800'000.

Laufend neue Räume zugemietet

Nikin entwuchs in Riesenschritten der typischen Gründerromantik mit der sprichwörtlichen Garage, bei der Familienangehörige in vielfältiger Weise den beiden Gründern unter die Arme griffen. Inzwischen hat das erfolgreiche Start-up-Unternehmen eine Bleibe im ehemaligen Wisa-Gloria-Gebäude an der Lenzburger Sägestrasse gefunden.

«Wir mussten hier regelmässig neue Räume dazumieten, um genügend Platz zu schaffen», so Hänny während eines Betriebsrundgangs. In den Büros ist der typische Aufbruch-Groove zu spüren. Viele Büroeinrichtungen scheinen der Brockenstube entsprungen, nur die immensen Berge von baumfreiem Papier zum Ausdrucken von Tree-Zertifikaten wirken extrem trendig.

Bald Café-Shop in der Altstadt?

Im ebenerdigen Logistikzentrum, wo Tausende Artikel auf den Versand warten, zeichnen sich Grenzen ab: «Hier stehen etwa 120 Landi-Regale», so Gnehm. 

Bald müssen es noch mehr werden, planen doch die beiden Gründer, künftig mehrere Modekollektionen pro Jahr zu kreieren und das Sortiment noch breiter zu machen. 

Zudem plant man in Lenzburg einen Shop mit integriertem Café. Dazu ist man in der Altstadt auf der Suche nach einer passenden und bezahlbaren Lokalität.