08.10.2020

Lebensnerv der Lenzburger Stromversorgung erneuert

Zufrieden mit dem neuen «Baby»: Blick in die neue Trafostation Lenzhard mit den Verantwortlichen der SWL Energie AG, Gian von Planta (Leiter Anlagen und Netze ) und Sandro Marquardt (Leiter Elektrizität). Foto: Fritz Thut
Von aussen unscheinbar: Die neue Trafostation Lenzhard; links ein Teil der alten Anlage. Foto: Fritz Thut

Zufrieden mit dem neuen «Baby»: Blick in die neue Trafostation Lenzhard mit den Verantwortlichen der SWL Energie AG, Gian von Planta (Leiter Anlagen und Netze ) und Sandro Marquardt (Leiter Elektrizität). Foto: Fritz Thut

Zufrieden mit dem neuen «Baby»: Blick in die neue Trafostation Lenzhard mit den Verantwortlichen der SWL Energie AG, Gian von Planta (Leiter Anlagen und Netze ) und Sandro Marquardt (Leiter Elektrizität). Foto: Fritz Thut
Von aussen unscheinbar: Die neue Trafostation Lenzhard; links ein Teil der alten Anlage. Foto: Fritz Thut

Von aussen unscheinbar: Die neue Trafostation Lenzhard; links ein Teil der alten Anlage. Foto: Fritz Thut

SWL Energie AG: Die Trafostation Lenzhard im Industriequartier, der wichtigste Einspeisepunkt des Lenzburger Stromnetzes, wurde nach 60 Jahren ersetzt. Sie ist deutlich kleiner und sicherer.

Der Strom der SWL Energie AG fliesst durch das übergeordnete Netz der AEW Energie AG nach Lenzburg. Vier der mehr als 60 Trafostationen in Lenzburg dienen als Einspeisepunkte. Hier geht der Strom ans SWL-Elektrizitätsnetz über. Weil die eingespeiste Energiemenge gemessen wird, tragen diese vier Trafostationen auch die Bezeichnung Messstation.

Die leistungsstärkste und wichtigste Messstation ist die Trafostation Lenzhard. Sie steht im Lenzburger Industriegebiet, wo besonders viel Strom benötigt wird. Die elektrische Energie fliesst mit einer Spannung von 16000 Volt (Mittelspannung) über eine Freileitung vom Unterwerk Wildegg der AEW Energie AG zur Trafostation Lenzhard. 

Drei Viertel des Bedarfs 

Bis zu drei Viertel des Lenzburger Strombedarfs kommen hier ins städtische Netz. Rund 50 Prozent davon gelangen mit unveränderter Spannung weiter zu den Trafostationen einiger Industriebetriebe. 

Bei der anderen Hälfte der elektrischen Energie wird die Spannung durch einen Transformator auf die in den Haushalten und Gewerbebetrieben erforderlichen 230 beziehungsweise 400 Volt (Niederspannung) reduziert.

Mit ihren fast 60 Jahren hatte die Trafostation Lenzhard ihr technisches Lebensende erreicht und musste durch eine neue Anlage ersetzt werden.

Neuer Baukörper

Normalerweise wird dazu bei der Trafostation ein Provisorium erstellt. Bei der Trafostation Lenzhard ergab sich eine bessere Lösung. Das Gebäude der Trafostation ist sanierungsbedürftig. Zudem wäre der Raum wegen der kompakten Bauweise der neuen Anlage überdimensioniert gewesen. Aus diesen Gründen wurde die Trafostation unmittelbar neben der bisherigen komplett neu errichten. Die SWL Energie AG brauchte kein Provisorium zu erstellen.

Nun ist die neue, kompaktere Trafostation Lenzhard in Betrieb. Ihre geschlossene Bauweise macht die Anlage deutlich sicherer. Zum Beispiel ist nun ausgeschlossen, dass sich Tiere in die Anlage verirren und eine Störung verursachen können.

Schon die bisherige Trafostation war ans SWL-Leitsystem angeschlossen – das Gehirn der Lenzburger Stromversorgung. Die neue Anlage liefert aber viel mehr Daten wie etwa Trafotemperaturen und Infos zur Spannungsqualität. Dadurch erkennen die SWL-Fachleute mögliche Probleme, noch bevor sie Auswirkungen haben. Das erhöht die Versorgungssicherheit. «Wir sind zufrieden mit unserem neuen ‹Baby›», so Sandro Marquardt, Leiter Elektrizität der SWL-Abteilung Anlagen und Netze.

Die gesamten Investitionen für die neue Trafostation Lenzhard belaufen sich auf rund 700000 Franken. Gian von Planta, Leiter Anlagen und Netze, lobt den Projektverlauf: «Die Zusammenarbeit mit der ABB, der AEW Energie AG und weiteren Partnern hat bestens funktioniert.» (pd swl/tf)