01.10.2020

Mit «Denkwerkstatt» Bildung, Industrie und Gewerbe vernetzen

Referenten der ersten «Denkfabrik»: Christoph Leimgruber (Alesa) und Tobias Widmer (Rektor Berufsschule). Foto:  Fritz Thut

Referenten der ersten «Denkfabrik»: Christoph Leimgruber (Alesa) und Tobias Widmer (Rektor Berufsschule). Foto: Fritz Thut

Von: Fritz Thut

«Lebensraum»: Unter dem Titel «Wandel Wirken Wissen» stieg im Panoramasaal des Weiterbildungszentrums der Berufsschule Lenzburg die Premiere einer neuen Veranstaltungsreihe des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS). In der «Denkwerkstatt», die jeweils morgens von halb acht bis neun Uhr stattfindet, will man Vertreter aus Bildung, Industrie und Gewerbe miteinander vernetzen, so Markus Schenk von der LLS-Geschäftsleitung in seiner Begrüssung.

Vom Stroh zu Werkzeugen

Geplant sind bei diesen «Denkwerkstatt»-Anlässen Kurzreferate, in denen jeweils ein Betrieb vorgestellt wird. Bei der Premiere machte Christoph Leimgruber, der Geschäftsleiter  der Seenger Firma Alesa, den Anfang. Die 1863 als Strohmanufaktur gegründete Alesa produziert seit 1934 Präzisionswerkzeuge im Zerspanungsbereich: «Wir sind ein klassischer Business-to-Business-Betrieb», so Leimgruber. 

Die hoch spezialisierten Alesa-Produkte werden also an andere Produktionsfirmen und nicht direkt an Kunden verkauft. In Seengen, und nur hier, beschäftigt man 60 Mitarbeitende. Das Fehlen von Filialen im nahen oder fernen Ausland heisst aber nicht, dass man nur an Schweizer Kunden liefert. «Direkt oder indirekt sind wir zu 80 bis 90 Prozent vom Export abhängig», verriet der Alesa-Geschäftsleiter den Zuhörern.

Die effektive Denkwerkstatt

Gemäss Tobias Widmer, dem zweiten Referenten, ist man mit der neuen Veranstaltungsreihe in der Berufsschule Lenzburg (BSL) am richtigen Ort: «Wir sind eine effektive Denkwerkstatt; Theorie und Praxis trifft sich hier», erklärte der BSL-Rektor.

Die Berufsschule sei ein «Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung». 210 Mitarbeitende sorgen dafür, dass 2300 Lernende aus 24 Berufsfeldern fachlich und allgemeinbildend geschult werden. Widmer räumte ein, dass sich auch «die Berufsbildung stetig im Wandel» befinde. Die Herausforderung der Digitalisierung habe man gepackt, indem seit fünf Jahren jeder Lernende einen Laptop besitzen müsse; gerade während den letzten Monaten ein Vorteil.

Bei Kaffee und Gipfeli wurde fleissig genetworkt. Die nächste «Denkfabrik» findet am 18. November statt.