03.09.2020

Verkehrsunterricht vereinheitlicht

Übungsbesprechung: Verkehrsinstruktor Stephan Roth mit Niederlenzer Kindern und Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Foto: Fritz Thut

Übungsbesprechung: Verkehrsinstruktor Stephan Roth mit Niederlenzer Kindern und Bildungsdirektor Alex Hürzeler. Foto: Fritz Thut

Von: Fritz Thut

Regionalpolizei: Mit der Einführung des Lehrplans 21  wurde im Aargau der Verkehrsunterricht harmonisiert. Im Lenzburger Verkehrsgarten wurde informiert und demonstriert – mit Regierungsrat Alex Hürzeler.

Der für die Ausarbeitung des einheitlichen Ausbildungskonzepts zuständige Verband Aargauer Regionalpolizeien (VAG) wählte für die Präsentation die passende Örtlichkeit: Auf dem Lenzburger Zeughausareal steht der kantonsweit einzigartige Verkehrsgarten, wo Kinder unbehelligt vom normalen Verkehr geschult werden können.

Mit den einheitlichen Richtlinien für die Verkehrsinstruktion an den Aargauer Kindergärten und Primarschulen wollen die Regionalpolizeien im Bereich Prävention noch einen Zacken zulegen, sagte VAG-Präsident René Lippuner zu Beginn der kantonalen Medienorientierung: «Wir wollen die bereits hochstehende Ausbildung nochmals verbessern und koordinieren.»

Bildungsdirektor auf dem Velo

«Oberstes Ziel waren einheitliche Lernziele und Lerninhalte auf den verschiedenen Schulstufen», so VAG-Projektleiter Werner Bertschi. Mit den genauen Definitionen sollten Kinder keine Lücken und Doppelspurigkeiten erleiden, wenn ihre Familien innerhalb des Kantons von einem der 15 Regionalpolizei-Rayons in einen andern umziehen.  

Regierungsrat Alex Hürzeler unterstrich die Bedeutung des Verkehrsunterricht bei den Kleinsten: «Er ist eine immens wirkungsvolle und bedeutende Präventionsmassnahme.» Der Bildungsdirektor liess es sich anschliessend nicht nehmen, selbst aufs Velo zu steigen und zusammen mit Niederlenzer Schülern einige Runden im Verkehrsgarten zu absolvieren. «Ich bin viel zu wenig mit dem Velo unterwegs», räumte Hürzeler ein.

Bei der anschliessenden Übungsbesprechung mit dem Heimvorteil geniessenden Verkehrsinstruktor Stephan Roth von der Regionalpolizei Lenzburg gestand Hürzeler ein, dass er froh gewesen sei, bei den Kindern speziell das korrekte Verhalten im Kreisel abschauen zu können. «Er hats gut gemacht», gaben die Kinder das Lob zurück.

Dass die Anstrengungen bei der Verkehrsinstruktion etwas bewirken, verraten Zahlen. In den letzten 40 Jahren ist die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Kinder in der Schweiz um 90 Prozent zurückgegangen. Trotzdem war im Aargau im letzten Jahr jeden vierten Tag ein Kind an einem Verkehrsunfall beteiligt.

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