27.08.2020

Turnzentrum bekommt Gesicht

Präsentierten Ansicht des Turnzentrums: Projektleiter David Huser, Architekt André Meier und Verbandspräsident Jörg Sennrich. Foto: Fritz Thut

Präsentierten Ansicht des Turnzentrums: Projektleiter David Huser, Architekt André Meier und Verbandspräsident Jörg Sennrich. Foto: Fritz Thut

Von: Fritz Thut

Sport: Weiterer Meilenstein für das neue Turnzentrum Aargau: Die Verantwortlichen präsentierten erstmals eine Ansicht.

Der Aargauer Turnverband (ATV) muss sein bisheriges Trainingszentrum im Niederlenzer Hetex-Areal bald räumen. Trotz Coronaeinschränkungen wurde im Hintergrund fleissig am in Lenzburg geplanten Neubau gearbeitet. An einer Medienorientierung wurde der Öffentlichkeit eine Visualisierung des voraussichtlich 14 Millionen Franken teuren Neubaus gezeigt.

Kaum ein Architekt hätte Freude, wenn man ein Projekt von ihm als «Klotz» bezeichnen würde, doch hier ist André Meier vom Lenzburger Büro am-architektur GmbH nicht so empfindlich. Das von ihm als Generalplaner projektierte Turnzentrum läuft unter dem Namen «Magnesiaklotz». Meier: «Magnesia verkörpert den Turnsport wie kein anderes Hilfsmittel. Es ist schlicht, funktional und doch elegant.»

Der weisse Quader der Visualisierung kommt dereinst zwischen der Firma Traitafina und der Autobahn A1 zu liegen. Und gemäss André Meier steht auch im grösseren Massstab des «Magnesiaklotzes» «die Funktionalität im Vordergrund». Im Zentrum des Turnzentrums steht die nahezu quadratische Turnhalle, die mit 1900 Quadratmetern rund doppelt so gross ist wie die bisherige Anlage in Niederlenz.

Beitrag der Stadt Lenzburg?

Zum neuen Turnzentrum gehören die nötigen Infrastrukturen sowie verschiedene Nebenanlagen wie Sitzungs- und Schulräume sowie die Büros der Geschäftsstelle des Aargauer Turnverbands. Es gibt zwei getrennte Treppenhäuser. Die Anlage wird über die Hammermattstrasse erschlossen.

Gemäss dem ATV-Projektleiter David Huser will sein Verband mit der neuen Anlage die Voraussetzungen für weitere Grosserfolge der Aargauer Turner schaffen. Aktuell werden in Niederlenz 96 Athleten von 6 bis 18 Jahren von 10 Trainern ausgebildet. «Ein Drittel der Turner in den nationalen Kadern stammen aus dem Aargau», so Huser. Mit dem Turnzentrum in Lenzburg soll diese Position gehalten werden: «Wir wollen, dass der Aargau nicht nur im Alphabet, sondern auch im Turnsport die nationale Nummer 1 ist», ergänzt Präsident Jörg Sennrich.

Deshalb soll es nun zügig vorwärtsgehen. Bald wird das Baugesuch eingereicht. Parallel wird die Finanzierung vorangetrieben. Trotz Corona haben die Turner schon eine halbe Million Franken gesammelt. Ziel sind 2 Millionen. Und von der Stadt Lenzburg erhofft man sich ebenfalls einen Beitrag.

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