10.06.2020

Kunstwerk auf Beton statt Vandalismus

Kunst am Regenklärbecken: Der Gemeinderat Leutwil will mit einem Meisterwerk dem Vandalismus vorbeugen. Foto: Alfred Gassmann

Kunst am Regenklärbecken: Der Gemeinderat Leutwil will mit einem Meisterwerk dem Vandalismus vorbeugen. Foto: Alfred Gassmann

Von: Alfred Gassmann

Leutwil: Auf die Wand des Regenklärbeckens ist ein Gemälde angebracht worden. Künstler Matthias Amsler gelang es, den Slogan «Ein Dorf mit Weitblick» hineinzuverarbeiten. 

Der Gemeinderat Leutwil will nicht, dass die Betonflächen des frisch sanierten Regenklärbeckens an der Kantonsstrasse Boniswil–Leutwil mit unerwünschten Graffiti besprayt oder gar mit Schmierereien verunstaltet werden. Die Behörde entschied sich für «Kunst am Bau», die zu einem Dialog zwischen Menschen und Bauten führen soll. 

Möglich machte das Kunstwerk die disziplinierte Einhaltung des Baukredits, der nicht ausgeschöpft wurde. Auserkoren und beauftragt wurde Künstler Matthias Amsler. Der 28-jährige Aarauer mit Sitz in Basel hat sich einen Namen gemacht als künstlerischer Wandgestalter.

Er schlug vor, anhand von gesammelten Eindrücken im Dorf eine Komposition zu gestalten. Im Einvernehmen mit dem Künstler entschied sich der Gemeinderat für einen der verschiedenen Entwürfe.

Wahrnehmungen aus dem Dorf 

Amsler war sichtlich mit einem wachen Auge im Dorf unterwegs. Dem Künstler mit dem Namen Pollo 7 ist es vorab  mit Pastelltönen geglückt, den Weitblick, die Dächer im Ortskern, den Kirchturm und den bewaldeten Horizont einzufangen. 

Der Bezug zum Wasser und zu den Quellen wird mit Gläsern und einem Wasserkrug hergestellt. Mit dem Hell-Dunkel-Kontrast bringt der Künstler das Dorf bei Tag und bei Nacht auf die Wände. Die Entwurfsbearbeitung und die Ausführung Ende März dauerten acht Arbeitstage. Wegen der Pandemie konnte die Bevölkerung die Arbeiten nicht mitverfolgen und an der Einweihung nicht teilnehmen. Der Künstler wird vom Gemeinderat mit viel Lob bedacht. Vizeammann Ruedi Sturzenegger bringt es auf den Punkt: «Es macht richtig Freude in unser Dorf einzufahren.»

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