20.05.2020

Der Tennisclub Hallwilersee öffnet in kleinen Schritten

Clubtrainer ist gleichzeitig Covid-19-Beauftragter: Jarda Rossa vom Tennisclub Hallwilersee trainiert mit Junioren. Foto: Alexander Studer

Clubtrainer ist gleichzeitig Covid-19-Beauftragter: Jarda Rossa vom Tennisclub Hallwilersee trainiert mit Junioren. Foto: Alexander Studer

Von: Alexander Studer

Meisterschwanden: Lange mussten die Anhänger des weissen Sports warten, bis das OK der Behörden zu einem langsamen, mit vielen Vorsichtsmassnahmen verbundenen Neustart das Tennisspielen wieder erlaubte. Auch beim Tennisclub Hallwilersee in Tennwil fährt man den Betrieb langsam wieder hoch.

Das Schutzkonzept, das jeder Verein erhalten hat, regelt die wichtigsten Massnahmen. Beim Tennisclub Hallwilersee ist Clubtrainer Jarda Rossa auch Covid-19-Beauftragter. Das heisst, nebst seiner Tätigkeit als Übungsleiter sollte er, so gut es geht, das Einhalten der geforderten Schutzmassnahmen beaufsichtigen. 

Nicht die einfachste Sache, aber er zählt auf die Vernunft der Vereinsmitglieder, wie er erklärte. Da in der ersten Woche der Erleichterungen das Wetter nicht mitspielte, waren die Plätze des Vereins nicht besonders gut ausgebucht und die wenigen Spieler hielten sich an die Anordnungen.

Kein kühles Bier nach dem Match

Keine Vereinsanlässe, Clubabende, Mannschaftstrainings und vor allem strikte namentliche Reservation für Spieler und Gäste sind wichtige Auflagen. Mittels eines Reservationssystems müssen sämtliche Spieler namentlich aufgeführt werden. Gesellige Anlässe oder das kühle Bier nach einem Spiel sind zu unterlassen. Garderoben und Duschen sind selbstverständlich bis auf weiteres geschlossen. 

Zudem wird empfohlen, nur Einzel- und nicht Doppelpartien zu spielen. Shakehands nach dem Spiel sind zu unterlassen. Der Platz darf fünf Minuten vor dem Spiel betreten werden, fünf Minuten nach Spielende muss er frei sein. Aufschläge nur mit eigenen Bällen, dies ist aber auch für Rossa eine übertriebene Vorsichtsmassnahme. 

Nur vier Kinder gleichzeitig

Das Training mit Kindern ist gemäss Rossa relativ schwierig, es ist einem 6-Jährigen nicht immer einfach zu erklären, dass der 2-Meter-Abstand eingehalten werden sollte. Daher trainiert er gleichzeitig mit höchstens vier Kindern. 

Einweghandschuhe, Desinfektionsmittel sind zurzeit ebenfalls Gegenstände, die auf eine Tennisanlage gehören. Damit die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) korrekt ausgeführt werden, sind oben erwähnte Gegenstände, verbunden mit den hygienischen Vorsichtsmassnahmen wie Physical (Social) Distancing, ein absolutes Muss auf der Anlage. 

Damit der Minimalabstand eingehalten werden kann, wird vom Doppelspielen im Moment noch abgeraten. Es sind Veränderungen, die vielleicht nicht von allen Sportlern verstanden werden, wenn es mithilft, Ansteckungen zu vermeiden, ist der Sache jedoch gedient, wie Rossa meinte. 

Bisher kein fehlerhaftes Verhalten

Er sei glücklich, dass er bis zum heutigen Tag noch kein fehlerhaftes Verhalten bemerkt hat. Für den 8. Juni werden hoffentlich weitere Erleichterungen bekannt gegeben, die gemäss Rossa ein normales Tennisleben bringen sollten, immer vorausgesetzt, dass die Zahl der Ansteckungen flach oder rückläufig ist.