Seetal-Lindenberg
19.02.2020

Seine zweite Heimat ist der Wald

<em>30-Jahr-Dienstjubiläum im Kreis der Partner:</em> Forst-Betriebsleiter Urs Meyer mit Ehefrau Bea und Mitarbeitern. Foto: Alexander Studer

30-Jahr-Dienstjubiläum im Kreis der Partner: Forst-Betriebsleiter Urs Meyer mit Ehefrau Bea und Mitarbeitern. Foto: Alexander Studer

Bettwil In einer schlichten Feier in der Waldhütte Bettwil wurde Urs Meyer für sein 30-Jahr-Dienstjubiläum gefeiert.

Von: Alexander Studer

Peter Brütsch, der Bettwiler Vizeammann, begrüsste als Präsident der Betriebskommission (BK) des Forstbetriebs Lindenberg (mit den Gemeinden Bettwil, Fahrwangen, Meisterschwanden und Sarmenstorf) in seiner Laudatio auf Jubilar Urs Meyer Kreisförster Rolf Fankhauser vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons, die Mitglieder der BK sowie Vertreter der verschiedenen Gemeinden und alle Forstmitarbeiter.

Auf alle Kurse, Aus- und Weiterbildungen von Meyer einzugehen, wäre ein abendfüllendes Programm, meinte Brütsch und zeichnete ein paar Details zum Werdegang des Jubilars auf. Nach Forstwartausbildung und Försterschule hatte Meyer seine erste Stelle in Brugg.

Als frisch promovierter Lehrmeister wurde er per 1. Februar 1990 als Förster Bettwil/Fahrwangen angestellt. Neben diversen weiteren Schulungen wie Gewässerunterhalt und Naturschutz absolvierte Meyer in Bern ein zweijähriges Studium mit einem CAS-Abschluss in Forstmanagement.

Dass Meyer ebenfalls während acht Jahren im Gemeinderat Bettwil Einsitz nahm, passt zu seinem Engagement für Umwelt und Natur, für Flora und Fauna. Müssig zu erwähnen, dass Meyer auch eine Jagdausbildung hinter sich hat, wie Brütsch weiter erwähnte.

Viele Stürme gemeistert

Vivian, Lothar, Burglind, Eberhard, Ruth und Sabine haben grossen Schaden verursacht. Dass die Natur ihre eigenen Gesetze hat, weiss Meyer in seiner Rede und stellt sich mit seinen Mitarbeitern dieser Aufgabe. Grosse Aufräumarbeiten, was geschieht mit dem Schadholz, Anpflanzungen und vieles mehr wurden jeweils nach diesen Stürmen zu einer wahren Herkulesaufgabe.

Erwähnenswert war die Gestaltung des Lothar-Labyrinths in Bettwil, wo der jubilierende Betriebsleiter verschiedene Arten beschriftete und den durch den Sturm entstandenen Pfad dafür nutzte. Meyer sieht auch die Fortschritte. Dank modernen Apparaten werden die Arbeiten der Förster um einiges erleichtert. Ebenfalls hat er 35 Waldumgänge organisiert und etliche Forstwart-Lernende ausgebildet.

Neben den Stürmen ist die grosse Klimaveränderung ein weiteres Thema, das Meyer Sorge bereitet. Alle sind gefordert, etwas zu tun, und die Forstbetriebe Lindenberg würden ihren Teil dazu beitragen, meinte Meyer in seiner kurzen Dankesansprache. Stolz ist er, dass sein Sohn ebenfalls zum Förster ausgebildet wird.

Vergessen hat Meyer auch seine Gemahlin Bea nicht, die ihn in all den Jahren tatkräftig unterstützt hat; ihm immer zur Seite stand. Urs Meyer freut sich, mit ihr zusammen noch einige spannende und interessante Reisen in ihrem Wohnwagen zu unternehmen. Dies immer mit dem klaren Ziel: raus in die Natur. Bei einem kleinen Apéro wurde noch weiter gefachsimpelt.

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