Seetal-Lindenberg
30.10.2019

Das neue Schulhaus als grosser Wurf

<em>«Brüderliche Verwandtschaft»:</em> Das neue Birrwiler Schulhaus kommt rechts neben die bestehende Mehrzweckhalle zu stehen. Visualisierung: Brandenberger Kloter Architektenpartner

«Brüderliche Verwandtschaft»: Das neue Birrwiler Schulhaus kommt rechts neben die bestehende Mehrzweckhalle zu stehen. Visualisierung: Brandenberger Kloter Architektenpartner

Birrwil Die Abteilungen vom Kindergarten bis zur 6. Primarschulklasse sind auf drei Standorte verteilt. Diese Situation soll sich nun ändern. An einem Infoabend wurde der Schulhaus-Neubau vorgestellt.

Alfred Gassmann

Birrwil will die notwendigen Räume für die ganze Volksschule mit allen Abteilungen in einem Neubau zusammenfassen. Während der Kindergarten im Gebäude der Mehrzweckhalle untergebracht ist, dienen heute das Alte Schulhaus und das Gemeindehaus je einer Abteilung als Schulraum.

Steiniger Weg

Erste Bemühungen für eine Lösung liegen fünf Jahre zurück. Verständlich, dass Gemeindeammann Max Härri an der Informationsveranstaltung von einem Meilenstein sprach. Der Weg zum Meilenstein erwies sich aber als recht steinig.

Doch nun darf aufgeatmet werden. Aus dem Architekturwettbewerb vor zwei Jahren ging das Projekt «samt und sonders» des Basler Büros Brandenberger Kloter als Sieger hervor. Vorgesehen ist das Vorhaben im Hang hinter der Mehrzweckhalle. Das Projekt ist ausgelegt für eine stabile Kinderzahl von 70 bis 75 Kindern, wobei eine bauliche Erweiterung möglich ist.

Vom Erscheinungsbild her verwies Architekt Adrian Kloter auf die «brüderliche Verwandtschaft» zwischen der Mehrzweckhalle und dem Neubau. Ein Landschaftsarchitekt nahm sich der schwierigen Topographie und der Umgebungsgestaltung an.

Gmeind entscheidet über Kredit

Der Entscheid über das Projekt und über den Baukredit ist an der Gemeindeversammlung vom 22. November traktandiert. Die Erstellungskosten addieren sich auf 5,55 Millionen Franken.

Viel Lob verteilte Patrick Butscher, der zugezogene Vertreter der Bauherrschaft, für die unabhängige Kostenberechnung. Als Nebenprojekt mit separaten Kosten gilt die Kanalisationsleitung, die als Vorausinvestition realisiert werden soll, um dereinst die obliegende Bauzonenfläche entwässern zu können.

Ferner sollen der Bergbach renaturiert und die Stützmauer neben dem Schulhaus verstärkt und saniert werden. Offen ist, ob der Kindergarten während der Bauphase ausgelagert werden soll.

Geplant ist, das neue Schulhaus auf das Schuljahr 2021/2022 zu beziehen. Die zukünftigen Nutzungen der bisherigen Schulräume im Alten Schulhaus und im Gemeindehaus will die Behörde erst später anpacken.

Die sachliche Diskussion hinterliess samt und sonders ein positives Stimmungsbild. Allerdings sind noch etliche Hürden zu nehmen. Doch Gemeindeammann Max Härri versprühte Hoffnung: «Wir kommen gemeinsam ans Ziel, wenn alle Opfer bringen.»