Seetal-Lindenberg
07.08.2019

Das «Schützi» wird künftig regionaler

<em>69 Jahre und kein bisschen leise:</em> Rockröhre Suzi Quatro begeisterte in schwarzem Lederoutfit und mit ihren grössten Hits.

69 Jahre und kein bisschen leise: Rockröhre Suzi Quatro begeisterte in schwarzem Lederoutfit und mit ihren grössten Hits.

Fahrwangen Das 20. Musik-Open-Air mit Suzi Quatro war der erhoffte Grosserfolg. An beiden Tagen strömten trotz Regens 2500 Besucher auf den Schulhausplatz. Bereits läuft die Planung für die 21. Durchführung. Man will wieder mehr auf einheimisches Schaffen setzen.

Ruedi Burkart (Text und Foto)

Mit seinem Ausruf «I love this weather» im strömenden Fahrwanger Regen erntete Marcus Bonfanti Applaus des wetterfesten Publikums. Worauf der Leadsänger und Gitarrist der britischen Bluesrock-Band «Ten Years After» ansprach, war den eingefleischten Fans sofort klar: Ihren Mythos verdanken die Engländer in erster Linie ihrem verregneten Auftritt am legendären Woodstock-Festival im Sommer 1969. Nun gut, Bonfanti war damals noch lange nicht auf der Welt und ist erst seit 2014 Band-Mitglied, aber der 36-Jährige bretterte die Songs dermassen routiniert auf die Fahrwanger Bühne, als ob er ewig dabei wäre.

Eine gefühlte Ewigkeit in der Musikszene aktiv ist hingegen Suzi Quatro. Die gerade mal 1,52 Meter grosse und inzwischen 69-jährige Rockröhre aus den Vereinigten Staaten zeigte auch bei ihrem zweiten Auftritt im Seetal nach 2009, dass auf sie Verlass ist. Sie, die in ihrer Blütezeit in den 1970er-Jahren schon vor 65000 Zuschauern aufgetreten war, bringt auch die kleinen Festivals regelmässig zum Kochen. «Ich gebe immer alles, auch wenn ich nur vor fünf Leuten spielen würde», sagte Suzi Quatro vor ihrem Fahrwanger Gig. Und sie hielt Wort.

Zufrieden zog Andreas «Res» Kunz Bilanz des Jubiläumsanlasses. «Wir sind glücklich. Ausser dem Wetter hat alles gepasst», so der Kopf des Organisationskomitees. Die Planung für das 21. Schützi-Open-Air laufe bereits auf Hochtouren. Kunz verrät: «Wir werden den finanziellen Aufwand herunterfahren und wollen wieder etwas regionaler werden.» Trotz aller Bescheidenheit: Als möglichen internationalen Haupt-Act habe man die US-amerikanische Country-Rock-Band The Mavericks im Visier, so Kunz weiter. Die Verträge sollen demnächst unterschrieben werden.