Seetal-Lindenberg
12.06.2019

Freischaren denken schon an 2024

<em>Knall und Pulverdampf:</em> Freischarenschiessen der Freischarenkommission Seengen bei der Schlattwaldecke. Foto: Fritz Thut

Knall und Pulverdampf: Freischarenschiessen der Freischarenkommission Seengen bei der Schlattwaldecke. Foto: Fritz Thut

Seengen Am Freischarenschiessen testet die Kommission ihre Kanonen – und sorgt dafür, dass der Brauch weiterlebt.

Fritz Thut

Die Tradition der Freischarenmanöver wird im Bezirk Lenzburg in zwei Gemeinden gepflegt: in der Hauptstadt und in Seengen. Beiderorts wird das Freilichtschauspiel, das an das Kadettenwesen an den Bezirksschulorten erinnern soll, bei jedem zweiten Jugendfest aufgeführt.

In Lenzburg mit dem alljährlichen Jugendfest ist das kein Problem, in Seengen schon eher, denn hier findet nur alle vier Jahre ein Jugendfest statt. Damit die Freischarentradition nicht vergessen wird, veranstaltet die örtliche Freischarenkommission jeweils im Juni das sogenannte Freischarenschiessen, bei dem die Bevölkerung mit lauten Salutschüssen aus den eigenen Kanonen an den Brauch erinnert wird.

Mit Blick «auf unser Manövergelände» begrüsste Kommissionspräsident Stephan Büchli aktuelle und ehemalige Mitglieder sowie zugewandte Personen bei der Schlattwaldecke. Bei diesem Anlass wird nicht nur die Funktionstüchtigkeit der Kanonen getestet, sondern durch Pflege der Geselligkeit die Wartezeit bis zum nächsten Seenger Freischarenmanöver im Jahr 2024 überbrückt.

Während dieser Durststrecke bleibt die Kommission nicht untätig. In seiner kurzen Ansprache verriet Präsident Büchli, dass man «die Nachfolgeregelung innerhalb der Kommission angegangen» sei.

Konkret habe man sieben junge potenzielle Mitglieder ins Auge gefasst und angefragt. «Und ich bin stolz», so Büchli, «dass alle ‹ja› gesagt haben.» Die Kandidaten, die an der GV 2020 aufgenommen werden sollen, sind Matthias Fischer, Simon Häusermann, Fabian Bruder, Christian Büchli, Rafael Hilfiker, Björn Bachmann und Patrik Kunz. Die Tradition wird in Seengen also nicht so schnell aussterben.

Im nächsten Jahr gibt es übrigens kein Freischarenschiessen. Die Freischarenkommission wird 2020 am «normalen» Jugendfest mitmachen und so auf das «grosse» Jugendfest von 2024 aufmerksam machen.