Seetal-Lindenberg
15.05.2019

Viel prominentes Lob für die Stauffers

<em>Gemeinsame Freude über klare Worte:</em> Nationalrätin Sylvia Flückiger und Feldchef Werner Stauffer. Foto: Wolfgang Rytz

Gemeinsame Freude über klare Worte: Nationalrätin Sylvia Flückiger und Feldchef Werner Stauffer. Foto: Wolfgang Rytz

Dürrenäsch Die «Kickoff»-Veranstaltung im Schützenhaus Wormis hat das Eidgenössische Feldschiessen im Aargau lanciert. Der Anlass stand im Zeichen der Abstimmung über das Waffenrecht und eines Jubiläums.

Einerseits freut sich die Aargauer Schützenfamilie auf einen Grossaufmarsch zum Feldschiessen. Andererseits droht dem grössten Schützenfest der Welt Ungemach bei einem Ja am 19. Mai.

Die Schöftler Nationalrätin Sylvia Flückiger erschien infolge der Session in Bern verspätet, erhielt aber im Anschluss ans Nachtessen ausführlich Gelegenheit, die Gefahren bei einem Ja für die Anpassung des Waffenrechts aufzuzeigen. Flückiger sprach von einer «historischen Abstimmung, bei der leider viele Unwahrheiten verbreitet werden».

Nicht das Schengen-Abkommen stehe auf dem Spiel, sondern «die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Schweiz». Deshalb warnte die Suhren- taler Politikerin eindringlich vor einem Ja zu dieser Abstimmung: «Da hat sich etwas gegen die Schützen zusammengebraut.»

20-Jahr-Jubiläum für Feldchef

Der Startschuss zum Feldschiessen im Aargau mit zahlreichen Aargauer Politikern und hohem Militär erfolgte nicht zufällig im Dürrenäscher Schützenhaus Wormis. Feldchef Werner Stauffer ist in der Gemeinde über dem Seetal heimisch und präsidiert die örtliche Schützengesellschaft, die als Gastgeberin auftrat. Nach 20-jähriger Betreuung des Feldschiessens im Aargau, im Hintergrund stets unterstützt von seiner Frau Marianne, hat er den Rücktritt angekündigt.

Regierungsrätin und Militärchefin Franziska Roth würdigte die Verdienste der Stauffers und überreichte dem unermüdlichen Duo ein süsses Geschenk. Die Magistratin lobte die Schützen, die wüssten, verantwortungsbewusst mit einer Waffe umzugehen. Auf die vorgesehene politische Passage in ihrer Rede verzichtete Roth. Diese sei der Zensur zum Opfer gefallen, bemerkte sie mit einem Augenzwinkern.

Stattdessen wünschte sie dem Aargau eine Beteiligung von über 13200 Teilnehmern, der Zahl des Vorjahres. «Machen Sie aktiv mit am Feldschiessen 2019. Nehmen Sie Ihre Verwandten und Bekannten mit und seien Sie Teil des grössten Schützenfestes der Welt.»

Mit Speck fängt man Feldschützen

Auch Divisionär Hans-Peter Walser würdigte die Verdienste von Marianne und Werner Stauffer. Der Kommandant der Territorialdivison 2 erwähnte die legendäre Aargauer Speckaktion als Anreiz für die Schützengesellschaften, eine möglichst hohe Beteiligung zu erreichen. Selber ging er in Dürrenäsch mit gutem Beispiel voran und schoss mit dem Sturmgewehr 90 respektable 60 Punkte, was deutlich über der nötigen Kranzlimite lag.

Walser wünschte Stauffers und dem ganzen Kanton eine hohe Beteiligung am Feldschiessen, damit Zürich wieder einmal übertroffen werden könne. «Ich hoffe, dass das Feldschiessen ein tolles unfallfreies Fest mit vielen Schützen und guten Resultaten wird.»

Treffsichere Frau Ammann

Die Musikgesellschaft Dürrenäsch, ein erfolgreicher Verein in der Aargauer Blasmusikszene, intonierte darauf mit Verve den Marsch «Feurig Blut». Gemeindeammann Andrea Kuzma hatte doppelten Grund zur Freude. Sie spüre eine ansteckende Begeisterung für den Schiesssport in Dürrenäsch. Obwohl sie pro Jahr nur einmal schiesst, liess sie sich von der positiven Stimmung anstecken und erzielte im Behördenwettkampf ein Kranzresultat.

Dennoch gewann Seengen vor Hallwil die Gruppenwertung. Hallwils Gemeindeammann Walter Gloor gelang bei garstig-trüber Witterung mit 67 Punkten ein beachtliches Bestresultat. Das Feldschiessen findet über das Wochenende vom 24. Mai statt, wobei auf fast allen Plätzen schon am Vorwochenende geschossen werden kann. (wr)