25.03.2020

Kreativ – im Beruf und beim Hobby

Ein Hobby, das wirklich Spass macht: Der Haarkünstler schätzt den Ausgleich zum beruflichen Alltag sehr. Foto: zvg
Eine gute Geissel braucht einen festen Griff: Mario Birrer drechselt die Stiele selber. Harte Arbeit im Gegensatz zur filigraneren Tätigkeit als Coiffeur. Foto: Peter Winkelmann
Alien, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Fredi Schmid begleitet seit 2013 junge Künstler in Workshops. Foto: zvg
Skurrile Figuren aus Latex: Der Künstler modelliert aus Latexmaterial Körperteile, die er auch selber bemalt und an Film- und Theaterkünstlern anbringt. Foto: Peter Winkelmann

Ein Hobby, das wirklich Spass macht: Der Haarkünstler schätzt den Ausgleich zum beruflichen Alltag sehr. Foto: zvg

Ein Hobby, das wirklich Spass macht: Der Haarkünstler schätzt den Ausgleich zum beruflichen Alltag sehr. Foto: zvg
Eine gute Geissel braucht einen festen Griff: Mario Birrer drechselt die Stiele selber. Harte Arbeit im Gegensatz zur filigraneren Tätigkeit als Coiffeur. Foto: Peter Winkelmann
Alien, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Fredi Schmid begleitet seit 2013 junge Künstler in Workshops. Foto: zvg
Skurrile Figuren aus Latex: Der Künstler modelliert aus Latexmaterial Körperteile, die er auch selber bemalt und an Film- und Theaterkünstlern anbringt. Foto: Peter Winkelmann

Eine gute Geissel braucht einen festen Griff: Mario Birrer drechselt die Stiele selber. Harte Arbeit im Gegensatz zur filigraneren Tätigkeit als Coiffeur. Foto: Peter Winkelmann

Ein Hobby, das wirklich Spass macht: Der Haarkünstler schätzt den Ausgleich zum beruflichen Alltag sehr. Foto: zvg
Eine gute Geissel braucht einen festen Griff: Mario Birrer drechselt die Stiele selber. Harte Arbeit im Gegensatz zur filigraneren Tätigkeit als Coiffeur. Foto: Peter Winkelmann
Alien, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Fredi Schmid begleitet seit 2013 junge Künstler in Workshops. Foto: zvg
Skurrile Figuren aus Latex: Der Künstler modelliert aus Latexmaterial Körperteile, die er auch selber bemalt und an Film- und Theaterkünstlern anbringt. Foto: Peter Winkelmann

Alien, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Fredi Schmid begleitet seit 2013 junge Künstler in Workshops. Foto: zvg

Ein Hobby, das wirklich Spass macht: Der Haarkünstler schätzt den Ausgleich zum beruflichen Alltag sehr. Foto: zvg
Eine gute Geissel braucht einen festen Griff: Mario Birrer drechselt die Stiele selber. Harte Arbeit im Gegensatz zur filigraneren Tätigkeit als Coiffeur. Foto: Peter Winkelmann
Alien, das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Fredi Schmid begleitet seit 2013 junge Künstler in Workshops. Foto: zvg
Skurrile Figuren aus Latex: Der Künstler modelliert aus Latexmaterial Körperteile, die er auch selber bemalt und an Film- und Theaterkünstlern anbringt. Foto: Peter Winkelmann

Skurrile Figuren aus Latex: Der Künstler modelliert aus Latexmaterial Körperteile, die er auch selber bemalt und an Film- und Theaterkünstlern anbringt. Foto: Peter Winkelmann

Von: Peter Winkelmann

Möriken-Wildegg: Es gibt viele Möglichkeiten, vom Alltagsstress auszuspannen. Sei es in einem Verein, im Fitnesscenter oder auf einer Velotour. Zwei erfolgreiche Coiffeurmeister pflegen ganz spezielle Hobbys.

Mario Birrer führt seit 2001 den Salon Susi, den seine Eltern 1973 an der Lenzburgerstrasse 2 in Wildegg eröffneten. Fredi Schmid führt mit seiner Frau Lisa den Coiffeursalon an der Dorfstrasse 7 in Möriken seit 1988 in dritter Generation.

Mario Birrer gilt als Haarkünstler und man sieht es ihm auch an: Er hat richtig Spass am Thema Haare, auch wenn es gerade jetzt in der Coronakrise auch für ihn als Selbständigerwerbender nicht einfach ist. Zum Glück sind da noch die Kinder und sein ganz spezielles Hobby – Chlausgeisseln reparieren. Seit drei Jahren ist der begeisterte Chlausklöpfer, der schon als Kind jeden Winter mit seinen Kollegen aus Wildegg den Lenzburger Chlaus aus dem Schlossberg locken wollte, in der «Lehre» bei Daniel Werren in Egliswil, dem Sohn vom bekannten Geisselmacher Robert Werren: «Ich will unbedingt vertiefen, wie man Chlausgeisseln richtig zusammendreht.»

Geisseln flicken, Stiele drechseln

Im Kellerraum direkt unter dem Salon stehen jede Menge Geisseln – entweder zur Reparatur oder bereits geflickt und bereit für die nächste Saison. An der Wand hängen rosarote, blaue und grüne Zwicks aus Kunstfasern, also das Teil, das die Geissel bei richtigem Schwung zum «Klöpfen» bringt. Zu einer Geissel gehört ein guter Stiel. Mario Birrer drechselt neue Stiele gleich selber – dafür steht in der Garage eine Drechselmaschine bereit. 

Mittlerweile ist Mario Birrer in der Chlausklöpferszene bestens bekannt als Geisselflicker. Viele Klöpfer bringen ihr Lieblingsstück zu ihm. «Jetzt ist die richtige Zeit, die Geissel vorbeizubringen, und nicht erst im November, wenn es wieder losgeht», lautet der gute Tipp von Birrer an alle Klöpfer in der Umgebung. Wobei der Begriff Umgebung inzwischen sehr weiträumig geworden ist, denn mittlerweile hat er auch Kunden aus Deutschland. 

Für Mario Birrer ist sein spezielles Hobby ein perfekter Ausgleich zur Arbeit im eigenen Salon. «Nach einem strengen Tag gehe ich gerne hinunter in den Keller, hier kann ich mich entspannen und kann herunterfahren.»

Auch schon Weltmeistertitel geholt

Noch während seiner Lehrzeit zum Damen- und Herrencoiffeur machte Fredi Schmid einen Lehrgang als Theatercoiffeur. Das sollte der eigentliche Grundstein werden zu seinem Hobby – Bodypainting. In vielen Kursen wie Masken-Airbrush oder als Maskenbildner bis zu Spezialeffekten eignete er sich ein hohes Niveau an, das ihm 2003 den Weltmeistertitel in der Kategorie «Special Effects» einbrachte. Seit 1999 ist Fredi Schmid am «World Bodypainting Festival» Stammgast. Es ist das Festival, bei dem Weltmeister gekürt werden. Nach vielen Jahren in Seeboden am Millstätter See und in Pörtschach am Wörthersee findet die Weltmeisterschaft seit 2017 in Klagenfurt als Outdoorfestival statt. 

Kreationen aus Latex

Nach dem Weltmeistertitel eroberte Schmid 2010 nochmals den höchsten Titel als Bodypainter in der Kategorie UV Special Award. Als er 2004 den Weltmeistertitel nicht verteidigen konnte und «nur» den vierten Platz belegte, meinte er damals, dass das nicht so schlimm sei: «So muss meine Frau Lisa nicht immer noch mehr Pokale abstauben.»

Als Welt- und Europameister ist Fredi Schmid ein äussert begehrter Mann in der Theater- und Filmbranche. «Inzwischen bin ich jedoch weniger als Bodypainter unterwegs, sondern bilde aus Latex spannende Körperteile für Spezialeffekte.» So entstehen Figuren, die an «Aliens» vom bekannten Künstler H. R. Giger erinnern.

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