Region
05.06.2019

Zufrieden – trotz Niederlage im Cupfinal

<em>Beat Dünki begibt sich auf den Platz:</em> Auch in der neuen Saison als Trainer? Foto: rubu

Beat Dünki begibt sich auf den Platz: Auch in der neuen Saison als Trainer? Foto: rubu

Othmarsingen Nichts wurde aus dem ersehnten Cupsieg. Dennoch zieht Beat Dünki, Trainer des 2.-Ligisten FC Othmarsingen, ein positives Fazit der Saison 2018/2019. Und blickt mit Genugtuung Richtung Lenzburg.

Ruedi Burkart

Der FCO hat die einmalige Chance nicht gepackt. Am Auffahrtsdonnerstag unterlagen die Bünztaler im Endspiel des Aargauer Cups Ligakonkurrent FC Mutschellen mit 1:2. Vor 3000 Zuschauern (!) in Windisch war Gezim Zeqirajs Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich zu wenig. «Es war ein ausgeglichenes Spiel, ein guter Match von beiden Mannschaften», bilanziert FCO-Trainer Beat Dünki, «das Resultat hätte auch umgekehrt lauten können.» Hätte. Dünki: «Fakt ist, dass der Gegner einen Treffer mehr erzielte. Ich gratuliere Mutschellen zum Cupsieg.»

Das stete Auf und Ab

In der 2.-Liga-Meisterschaft ist noch eine Runde zu spielen, zum Abschluss trifft Othmarsingen am kommenden Samstag um 17 Uhr auf der heimischen Falkenmatt auf Suhr. Entscheidend ist diese Partie nicht, Othmarsingen wird die Saison im gesicherten Tabellenmittelfeld abschliessen. In Abstiegsgefahr gerieten die Bünztaler nie, Ambitionen gegen oben hegten sie auch keine. So richtig schlau wurden die Fans aus dem FCO nicht, die Palette der Resultate reichte von einer 1:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Niederwil über ein spektakuläres 4:4 in Suhr bis zum 3:2-Sieg gegen Leader Kölliken. «Wenn wir wollen, gewinnen wir gegen jede Mannschaft», sagte FCO-Stürmer Zeqiraj im Interview mit dieser Zeitung vor dem Cupfinal. Die resultatmässige Berg- und Talfahrt scheint diese Aussage zu bestätigen. Also wollte die Mannschaft nicht immer gewinnen, Beat Dünki? «Mit Zeqirajs Aussage bin ich nicht glücklich. Ich sehe das anders.» Immer wieder habe er eigene Junioren ins Fanionteam integriert und ihnen Einsatzmöglichkeiten gegeben. Da müsse man halt auch mal einen schwächeren Match in Kauf nehmen.

Apropos: Das 0:6 im ersten Heimspiel der Rückrunde gegen Lenzburg tut Dünki immer noch weh. Trotzig sagt der Othmarsinger Übungsleiter: «Wenn ich sehe, wo wir in der Tabelle stehen, und unsere Ansprüche mit jenen der Lenzburger vergleiche, dann sage ich: Wir dürfen mit unserer Saison sehr zufrieden sein.» Es ist nämlich durchaus möglich, dass der FCO in der Schlusstabelle vor dem ambitionierten Nachbarn klassiert sein wird.

Ein ewiges Thema beim FC Othmarsingen ist die Personalie Beat Dünki. Seit 1985 wirkt er an der Seitenlinie, immer wieder kokettiert er mit einem Rückzug in die Teppichetage des Vereins. Hängt er noch eine Saison als Trainer an, gibt er das Zepter ab? «Ich habe klare Vorstellungen davon, wie mein Nachfolger ticken muss. Wenn ich jemanden finde, der passt, dann kann ich mir vorstellen, aufzuhören.» Wenn nicht, dann nimmt der FCO in der nächsten Saison mit Trainer Beat Dünki einen weiteren Anlauf zum ersten Cupsieg der Vereinsgeschichte.