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06.03.2019

Junges Team für die lustige Witwe

<em>Ein junges Team:</em> Solistin Andrea Hofstetter mit dem Dirigenten Renato Botti, dem Regisseur Simon Burkhalter und dem musikalischen Co-Leiter Ramin Abbassi (v.l.).

Ein junges Team: Solistin Andrea Hofstetter mit dem Dirigenten Renato Botti, dem Regisseur Simon Burkhalter und dem musikalischen Co-Leiter Ramin Abbassi (v.l.).

Möriken-Wildegg Am gut besuchten Informationsabend der Operette Möriken-Wildegg liessen sich die Besucher von der Begeisterung des neuen Teams anstecken.

Hanny Dorer (Text und Foto)

Erstmals teilen sich zwei Personen das Präsidium der Operette Möriken-Wildegg: Sergio Caneve und Marc Frey. Beide sind seit Jahren eng mit der Operette verbunden und können auf die Unterstützung bewährter Mitglieder zählen.

Viel Bewährtes wird bei der neuen Produktion beibehalten, aber ein verjüngtes Team soll der Operette Möriken-Wildegg neuen Schub verleihen. Dieser neue Schub wurde spürbar, als der 24-jährige Simon Burkhalter seine Ideen zur geplanten Inszenierung darlegte. Er ist nicht nur für die Regie, sondern auch für das Bühnenbild zuständig, von dem er bereits eine klare Vorstellung hat. So verlegt er die Handlung vom Sommer in den Winter, lässt Schneeflocken auf die Bühne rieseln und schmückt das treppenförmige Bühnenbild unter anderem mit einem riesigen Weihnachtsbaum. Besonders wichtig ist ihm der Chor, der «nicht nur zum Singen da ist, sondern auch das Bühnenbild bevölkern soll», wie Burkhalter sagt.

Das vom Regisseur heraufbeschworene «optisch aufregende» Bühnenbild wird bereichert durch sechs Grisetten sowie durch ein junges Tänzerpaar – Dilsah Bilge und Leon Weil – aus der Ballettschule des Opernhauses Zürich. Für deren Choreografie zeichnet einmal mehr Gizella Erdös verantwortlich. Sie unterrichtet am Opernhausballett und war schon mehrmals für die Operette Möriken-Wildegg tätig.

Dirigent ist kein Unbekannter

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Renato Botti. Er ist kein Unbekannter, denn er dirigierte bereits 2003 in Möriken die Strauss-Operette «Eine Nacht in Venedig».

Unterstützt wird er von einem Nachwuchstalent aus dem Dorf: Ramin Abbassi leitet unter anderem seit 2011 das von ihm gegründete Aarauer Studentenorchester Astor. Ein 26-köpfiges Orchester mit Konzertmeisterin Eva Noth wird die von Bruno Leuschner arrangierte Musik spielen.

«Alte» und neue Solisten

Etliche bekannte Gesichter werden auftreten: Andrea Hofstetter als Witwe Hanna Glawari, Raimund Wiederkehr als Graf Danilo, Niklaus Rüegg als Baron Mirko Zeta, Erich Zwahlen als Njegus, Benjamin Widmer als Cascada und Yves Ulrich als Raoul de St. Brioche. Ulrich ist gleichzeitig als Regie-Assistent tätig. Als weitere Solisten sind Flurina Ruoss, Fabio de Giacomi, Stefanie Frei und Julia Frischknecht zu hören.

Neu im Team ist die Gewandmeisterin Renate Tschabold, die für die prächtigen Kostüme sorgen wird. Für die perfekte Maske und die passenden Frisuren ist einmal mehr Fredy Schmid mit seinem Team zuständig.

Wieder mit Operetten-Restaurant

Die Besucher dürfen sich freuen, dass ihnen vor und nach der Operette wieder ein Restaurant mit rund 100 Plätzen zur Verfügung steht. Eine moderne Küche ist vorhanden, und der Mehrzweckraum im Untergeschoss lässt sich gut in einen gemütlichen Raum verwandeln. Zuständig für das Operetten-Restaurant wird Isabelle Moser sein.

Die Seitenemporen, deren Plätze oft unbesetzt blieben, werden umgestaltet. Auf der linken und rechten Seite des Saales gibt es neu erhöhte Logen mit 4 bis 6 Sitzplätzen und einem Tischchen.

Nach einer musikalischen Kostprobe wurde am anschliessenden Apéro auf eine erfolgreiche «Lustige Witwe» angestossen.

Aufführungen: 19. Oktober bis 29. November. Vorverkauf online ab 1. Juli. www.operette.ch.