Region (Lenzburg)
07.07.2021

Ortsdurchfahrt wird saniert

Baustelle ist eröffnet: Viel Drive und Zuversicht am Spatenstich. Foto: Alfred Gassmann

Baustelle ist eröffnet: Viel Drive und Zuversicht am Spatenstich. Foto: Alfred Gassmann

Hunzenschwil Ab 2. August wird die Hauptstrasse durch das Dorf saniert. Der Spatenstich ist erfolgt. Die Bauarbeiten, unterteilt in vier Bauabschnitte, dauern bis Sommer 2023.

Von: Alfred Gassmann

Gemeindeammann Urs Wiederkehr blickte am Spatenstich zeitlich 250 Jahre zurück und geografisch über die ganze Schweiz. «Die Strasse durch Hunzenschwil wurde 1770 bis 1774 der heutigen Linienführung angepasst und bildete Teil der Verbindung zwischen dem Genfer– und dem Bodensee», sagte Wiederkehr. «Davon sanieren wir 1,6 Kilometer», gab sich Kantonsingenieur Rolf Meier bescheiden. Nicht bescheiden zeigte sich Meier beim Verteilen von Lob über die Stimmberechtigten.

An der Projektvorstellung im Herbst 2018 wurde das Bauvorhaben positiv aufgenommen und an der Wintergemeindeversammlung 2018 fand der Gemeindebeitrag von 4,6 Millionen Franken Zustimmung. Kooperativ verhielten sich auch die Grundeigentümer, die Land abtreten mussten.

Das Projekt zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Lärmbelastung zu reduzieren und die Bushaltestellen behindertengerecht zu gestalten. Die Aufenthaltsqualität soll gesteigert, das Strassenbild aufgewertet werden und ergänzt werden soll das Gehwegnetz. Ferner wird die Personenunterführung beim Knoten Mizeligasse/Hauptstrasse behindertengerecht umgestaltet.

Arbeiten bei fliessendem Verkehr

Die Sanierung ist in vier Bauabschnitte unterteilt. Im Bauabschnitt 1 werden die Baufelder Ost (Knoten Moor AG bis Stationsweg, Möbel Märki) und West (Autobahnbrücke bis Neulandweg, Carbogen Amcis) gleichzeitig realisiert. Nahtlos folgen der Bauabschnitt 2 (Stationsweg bis Rupperswilerstrasse, Gasthof Kastanienbaum), Bauabschnitt 3 (Rupperswilerstrasse bis Innerer Hübelacker, Tankstelle Socar) und Bauabschnitt 4 (Innerer Hübelacker bis Autobahnbrücke).

Die Bauarbeiten auf dem 1600 Meter langen Projektperimeter stellen eine Herausforderung dar. «Die Platzverhältnisse sind eng, wir müssen während der Bauzeit die Gemeindestrassen und die Liegenschaftszufahrten offen halten und die Busse müssen weiterhin fahren können», sagt Mathias Blaser, der kantonale Projektleiter. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt wird dazu benutzt, die Werkleitungen zu erneuern. Diese Arbeiten erfordern viel Zeit und die Grundversorgung ist immer aufrecht zu halten.

Es gilt, den Durchgangsverkehr während der Bauarbeiten mit einem grossräumigen Einbahnsystem zu lenken. Während die Fahrtrichtung Suhr für alle Verkehrsteilnehmer offen bleibt, kann die Gemeinde Hunzenschwil von Suhr her nur über die signalisierte Umleitung via N1 angefahren werden. Die zweijährige Baustelle erfordert von allen Verkehrsteilnehmenden Geduld und Verständnis.