01.10.2020

Erstes digitales Turnfest stösst auf grosses Interesse

Stellte sein Können bereits am Eidgenössischen Turnfest in Aarau unter Beweis: Der STV Hendschiken. An der TURNovation schaffte es die Damenriege Hendschiken bei der Meterchallenge auf Platz 2 und bekam bereits mehr als 100 Likes bei der Videochallenge. Foto: zvg

Stellte sein Können bereits am Eidgenössischen Turnfest in Aarau unter Beweis: Der STV Hendschiken. An der TURNovation schaffte es die Damenriege Hendschiken bei der Meterchallenge auf Platz 2 und bekam bereits mehr als 100 Likes bei der Videochallenge. Foto: zvg

Hendschiken: Die TURNovation ist ein digitales Turnfest, das heuer aus der Taufe gehoben wurde. Noch bis zum 3. Oktober kann man seine Stimme für das gelungenste Video mit einer Turn- oder Gymnastikvorführung abgeben.

Von: Carolin Frei

Beim digitalen Turnfest, das den Sommer über lief und am 20. September seinen Abschluss fand, haben 52 Vereine mitgemacht. Nun werden die Daten ausgewertet und alle, die möchten, können noch bis 3. Oktober für das beste Video unter www.turnovation.ch voten», sagt der Hendschiker Adrian Zobrist, der während des Lockdowns mit seiner Idee eines digitalen Turnfests beim Aargauer Turnverband sofort auf offene Ohren stiess.

 «Der Verband hatte zu Beginn der Pandemie empfohlen, alle turnerischen Grossveranstaltungen abzusagen. Da sagte ich mir, wir vom STV Hendschiken üben ja eh. Warum die Daten nicht digital erfassen und von einem Kampfrichter bewerten lassen?», erinnert sich Zobrist. Bei den Vereinskollegen stiess diese Idee erst nicht auf eitel Freude – inzwischen schon. Auf eitel Freude stösst die TURNovation auch bei den 300 Followern auf dem Instagram-Account. Darunter sogar Vereine aus den Nachbarländern.

Drei gängige Turnfestdisziplinen

Aber erst zurück zu den Anfängen. Zusammen mit Dominik Dätwyler und Kaya Güdel, beide vom Aargauer Turnverband, wurde die Umsetzung eines solchen Novums in Angriff genommen, die möglichen sportlichen Disziplinen gründlich evaluiert. Schlussendlich wurden drei Bereiche herausgefiltert, die sich an den gängigen Turnfestdisziplinen orientieren. Zugleich machte sich das Organisationskomitee bei Quarantänecups und bei Pandemie-Challenges schlau. 

Zur Programmierung der TURNovation-Webapp wurde der Hendschiker Jungturner Andri Pieren ins Boot geholt. Die Webseite als solche wurde dann von Dominik Dätwyler kreiert. Danach stand dem digitalen Turnfest nichts mehr im Wege – die mitmachenden Vereine konnten starten. Natürlich in ihren eigenen Hallen, ihren eigenen Aussenplätzen. 

Bei der Disziplin Videochallenge galt es, die turnerischen Vorführungen zu filmen und einzureichen. Bei der Meterchallenge haben sich die Vereinsmitglieder auf ihren Anlagen im Ballwurf, Hochsprung, Kugelstossen, Sprint, Speer und etwa Weitsprung gemessen. Die Resultate der einzelnen Vereinsmitglieder wurden danach auf die TURNovation-Plattform hochgeladen. Dasselbe Prozedere bei der Spielechallenge, wo unter anderem Korbball oder Unihockey zum Zug kamen. Am 11. Oktober findet ein Schlussfest statt. In welchem Rahmen, wird kurzfristig entschieden.

«Ziel des digitalen Turnfests war, nebst der Hoffnung, die Vereine aus dem Schlafmodus zu holen, auch die Jungen einzubinden», betont Zobrist. Dies sei wunderbar gelungen, seien die 16- bis 20-Jährigen doch besonders kreativ, wenn es sich um neue Medien, etwa Videos, handle. Zobrist ist überzeugt, dass der Turnsport so für junge Menschen an Beliebtheit gewinnen könnte. Diese Ansicht scheint der Aargauer Turnverband zu teilen, ist doch geplant, die TURNovation in die nächste Runde zu schicken. 

Voten bis 3. Oktober unter der Website www.turnovation.ch.