10.06.2020

Gartentipp: Johannitag, Ernteschluss für Rhabarber und Spargel

Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Melissa Gögele. Foto: Pascal Meier/MA

Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Melissa Gögele. Foto: Pascal Meier/MA

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Rhabarberkuchen lieben? Oder Rhabarber in der Götterspeise vergöttern? Dann geniessen Sie die sauren Stängel jetzt noch in vollen Zügen, denn ab dem Johannitag, dem 24. Juni, ists mit der Herrlichkeit vorbei. 

Ab dann sollte der Rhabarber nicht mehr geerntet werden, weil er dann nicht mehr geniessbar ist und bitter wird. Er enthält ab diesem Zeitpunkt eine hohe Konzentration an Oxalsäure, die nicht alle Menschen gut vertragen. 

Ab dem Johannitag sollte der Rhabarber schon nur deshalb stehen gelassen werden, damit es auch nächstes Jahr wieder Rhabarber gibt! Denn die Pflanze braucht die neuen Triebe, um über die Blätter neue Kraft für die nächste Saison zu tanken.

Letzte Ernte auch für grüne Nüsse

Der 24. Juni gilt auch bei den grünen Baumnüssen, die zu Schnaps verarbeitet werden, als Stichtag. Sie sollten nur bis zu dem Tag geerntet werden und nur dann, wenn sich im Innern der Nuss noch keine hölzerne Schale gebildet hat. 

Ebenfalls schon bald vorbei sind die Spargeln, die seit Wochen unsere Speisekarte bereichern. Sie sollten ab Mitte Juni ein letztes Mal geerntet werden. Danach lässt man sie wachsen, so dass sie sich fürs nächste Jahr wieder regenerieren können. 

Damit sie im kommenden Jahr gut gedeihen, kann man sie nach der letzten Ernte mit einer zünftigen Gabe Hornspänen zusätzlich stärken.

Wer nun aber glaubt, ab Mitte Juni sei alle Herrlichkeit vorüber, der sei getröstet: Ab Mitte Juni sind die Holunderblüten richtig schön reif und lassen sich zu bestem Sirup verarbeiten.

Melissa Gögele ist Gärtnerin im Schlossgarten Wildegg.

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