27.05.2020

Saisonstart mit neuen Exponaten

Zwei der drei neuen Flugzeuge, die bestaunt werden können: Ein Hunter und im Hintergrund eine Mirage.Foto: zvg
Verdiente Pause: Lebensgrosse Puppen sorgen für ein passendes Ambiente. Foto: Carolin Frei
Alles dabei, was es zum Kochen braucht: Die fahrende Militärküche im Ruhestand. Foto: Carolin Frei

Zwei der drei neuen Flugzeuge, die bestaunt werden können: Ein Hunter und im Hintergrund eine Mirage.Foto: zvg

Zwei der drei neuen Flugzeuge, die bestaunt werden können: Ein Hunter und im Hintergrund eine Mirage.Foto: zvg
Verdiente Pause: Lebensgrosse Puppen sorgen für ein passendes Ambiente. Foto: Carolin Frei
Alles dabei, was es zum Kochen braucht: Die fahrende Militärküche im Ruhestand. Foto: Carolin Frei

Verdiente Pause: Lebensgrosse Puppen sorgen für ein passendes Ambiente. Foto: Carolin Frei

Zwei der drei neuen Flugzeuge, die bestaunt werden können: Ein Hunter und im Hintergrund eine Mirage.Foto: zvg
Verdiente Pause: Lebensgrosse Puppen sorgen für ein passendes Ambiente. Foto: Carolin Frei
Alles dabei, was es zum Kochen braucht: Die fahrende Militärküche im Ruhestand. Foto: Carolin Frei

Alles dabei, was es zum Kochen braucht: Die fahrende Militärküche im Ruhestand. Foto: Carolin Frei

Von: Carolin Frei

Wildegg: Am 6. Juni startet das Militärmuseum in die Saison, unter anderem mit drei neuen Exponaten – einem Hunter, einer Mirage und einem Vampire. Der Shop und das Beizli bleiben vorerst zu.

Wer das 2009 ins Leben gerufene Museum betritt, sieht gleich, dass da jemand mit Herzblut am Werk ist. Die Sammlerstücke sind nicht einfach lieblos platziert, sondern so ausgestellt, dass sie das vermitteln, wozu sie gebraucht wurden. In der fahrbaren Küche findet man Töpfe, Gamellen und Feldflaschen, im Sanitätsbereich die Utensilien zur Versorgung von Patienten und beim Brückenpanzer stehen die Gerätschaften, die auch beim echten Einsatz zum Zug kommen. 

Ist Museumsgründer Peter Fischer ein Militärfreak? «Nein», sagt er lachend. «Mich fasziniert die Technik der Militärfahrzeuge. Ein Werkzeugkoffer reicht, um das Gefährt wieder in Schwung zu bringen.» So erstaunt denn nicht, dass der gelernte Maschinenmechaniker und heutige Bauunternehmer vor über 40 Jahren sein erstes Objekt anschaffte, einen Jeep der US-Streitkräfte von 1942. 

Objekte zu symbolischen Preisen

Inzwischen sind rund 30 Panzer (darunter ein Leopard), Dutzende von LKWs mit und ohne Anhänger, Jeeps, Haflinger, Unimogs, Motorräder, Töffs, Velos, Haubitzen und sogar Flieger und Helis dazugekommen. Und an die 6000 Betriebsanleitungen und Reglemente. «Es kam schon vor, dass das Militär vorbeischaute, um von einzelnen Schriftstücken Kopien zu machen», sagt der 65-Jährige schmunzelnd und ergänzt: «Viele der Objekte habe ich für ein Butterbrot bekommen, etwa von Sammlern, die für ihr Lieblingsstück einen passenden Ort suchten.» Darunter auch das Lieblingsstück von Peter Fischer selber – ein Berna-LKW, Jahrgang 1941. «Der Berna stand 15 Jahre bei Wind und Wetter draussen, was ihm arg zusetzte. Das Holz in der Führerkabine war total verfault», erinnert er sich. Nichtsdestotrotz liess sich der Oldtimer problemlos starten, als die Batterie eingesetzt wurde. Eine stabile Technik eben. 

Drei neue Flieger

Stabil präsentieren sich auch die neuesten Errungenschaften, ein Hunter, eine Mirage und ein Vampire. Nicht zu vergessen die verschiedenen Triebwerke, die es ebenfalls zu bestaunen gibt. «Die Flugzeuge müssen für den Transport jeweils zerlegt und im Museum dann wieder zusammengebaut werden», sagt Fischer. Da müsse man schon etwas vom Handwerk verstehen. Fischer kann denn auch auf tatkräftige Unterstützung von Ruedi Kull, Bernhard Rohs, Paul Fischer und Randy Bryner zählen. Um die Inventarlisten, das Beschriften der Objekte und die Reglementensammlung kümmert sich vor allem Urs Heller. 

«Es gibt immer was zu tun»

Jeden Samstag treffen sich die sechs im Museum. «Es gibt immer was zu tun», sagt Fischer. Die Objekte findet Fischer an Börsen, im Internet, bei Sammlern oder beim Militär. Das Museum hat sich zum Ziel gesetzt, Militärfahrzeuge und Gerätschaften von 1945 bis 2000  der Schweizer Armee auszustellen. «Nur noch weniges fehlt. Und das werden wir auch noch bekommen», zeigt sich Fischer zuversichtlich.

Die Ausstellungsobjekte haben alle eine Geschichte, von denen Peter Fischer an den Führungen gerne die eine oder andere zum Besten gibt. «Jeweils am ersten Samstag im Monat haben wir offen. An diesem Tag kommen normalerweise zwischen 100 und 150 Besucher vorbei», sagt er. Wie viele sich am 6. Juni auf den Weg nach Wildegg machen werden und wie vielen er aufs Mal Einlass gewähren kann, sind noch Fragezeichen. 

«Die Hallen sind rund 5000 Quadratmeter gross, doch nur die freien Flächen zählen. Die müssen wir noch ausmessen», sagt Fischer. Weil die vorgeschriebenen Abstände im Beizli und im Shop nicht gewährleistet werden können, bleiben sie zu. Aber alles andere ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Samstag, 6. Juni, 10–16 Uhr, Saisoneröffnung Militärmuseum, Am Hardring 6, Wildegg. www.militaermuseumwildegg.ch.

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