Im Gespräch
27.11.2019

Melothesia spielt Musik aus drei Jahrhunderten

<em>Spielen festliche Werke zum Advent in der Stadtkirche Lenzburg:</em> Johannes Rake, Kevin Bourdat und Stefanie Osswald. Foto: zvg

Spielen festliche Werke zum Advent in der Stadtkirche Lenzburg: Johannes Rake, Kevin Bourdat und Stefanie Osswald. Foto: zvg

Lenzburg In der Reihe Advent in der Stadtkirche Lenzburg entführt das Trio für Alte Musik Melothesia auf eine musikalische Reise durch dreihundert Jahre europäische Musikgeschichte.

Stefanie osswald

Benannt nach einem gleichnamigen Werk zum Studium der Generalbasspraxis des englischen Komponisten und Gambisten Matthew Locke, finden sich mit Melothesia drei junge Musiker auf ihrem künstlerischen Weg und begeben sich in ihren Interpretationen Alter Musik gemeinsam auf die Suche nach gegenwärtigen Klängen vergangen geglaubter Musik.

Drei Biografien

Kevin Bourdat wurde in Paris geboren. Er ist Absolvent der Académie supérieure de musique in Strassburg und studierte anschliessend Barockcello bei Christophe Coine und Viola da Gamba bei Paolo Pandolfo an der Schola Cantorum Basiliensis. Zurzeit belegt er ein Masterstudium für Ensemblespiel am Consevatoire National de Musique in Paris. Kevin konzertiert als Spieler historischer Instrumente regelmässig in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz. Als Barockcellist wirkt er momentan bei Projekten des Capriccio-Barock-Orchesters.

Johannes Rake wurde 1991 in Hamburg geboren, studierte Cembalo zunächst in Bremen. Es folgte ein Masterstudium bei Professorin Eva Pollerus. Sein musikalischer Weg führte ihn schliesslich an die Schola Cantorum Basiliensis für den Studiengang Continuo und Ensembleleitung bei Professor Jörg-Andreas Bötticher. Er konzertierte mit Orchestern wie dem Telemannischen Collegium Michaelstein, den Hamburger Symphonikern, dem Søderjyllands Simfoniorkester und dem Noord Holland Orkest. Er ist unter anderem Preisträger des Förderpreises des Saarländischen Rundfunks 2018 sowie des Ersten Wettbewerbs für Generalbass und Partimento in Katowice 2019. Mit der Gruppe TARS ist Johannes Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs 2019. Johannes Rake lebt in Köln.

Gründerin von Melothesia

Stefanie Osswald wurde 1986 in Bonn geboren. Sie studierte zunächst Blockflöte bei Professor Michael Schneider sowie Barockoboe bei Hans-Peter Westermann und Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihren Master in Music Performance schloss sie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Maurice Steger ab. Sie konzertierte unter anderem an der Oper Köln mit dem Gürzenich-Orchester unter der Leitung von Konrad Junghänel sowie als Solistin in der Meisterklasse von Maurice Steger beim Schleswig-Holstein-Musikfestival 2019.

Stefanie Osswald ist Gründerin des Ensembles Melothesia und arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Schweizer Medien im Ressort Kultur. Sie lebt seit vielen Jahren in Lenzburg.

Leidenschaftliches Musizieren und die ungebrochene Lust an der Suche nach dem Unbekannten sind die Markenzeichen des Trios Melothesia. Im Zusammenspiel entdecken die Musiker den Facettenreichtum historischer Musik mit Experimentierfreude, Wissen und Leidenschaft und wollen mit ihren Konzertprojekten die Musik zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert auch für das Publikum lebendig erhalten.

In ihrem neusten Programm erklingen festliche Werke zur Adventszeit von Nathaniel Giles, Anne Danican Philidor, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach für Cembalo, Gambe, Barockcello und Blockflöten.

Besinnliche Werke zur Adventszeit

Lenzburg Melothesia – Musik aus drei Jahrhunderten am Freitag, 13. Dezember, 18 Uhr in der reformierten Stadtkirche Lenzburg. Eintritt frei, Kollekte.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Advent in der Stadtkirche Lenzburg: Offene Kirche im Advent, Freitag, 6. Dezember, 18 Uhr, Eintritt frei, Kollekte.

Weihnachtliche Orgelmusik: Organist Andreas Jud spielt Werke von Gigout, Distler, Widor und Bach. Freitag, 20. Dezember, 18 Uhr.