Im Gespräch
07.07.2021

Gartentipp: Kleine Helfer im Garten

Gärtnerin im Schlossgarten Wildegg: Melissa Gögele. Foto: Pascal Meier/MA

Gärtnerin im Schlossgarten Wildegg: Melissa Gögele. Foto: Pascal Meier/MA

Von: Melissa Gögele

Käfer, Spinnen und Insekten im Allgemeinen werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet. Jedoch sind viele von ihnen unersetzbar im Garten: Sie sind natürliche Schädlingsbekämpfer und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht.

Marienkäfer zum Beispiel verspeisen eine Riesenmenge an Läusen. Auch die Larven der Florfliege lieben Blattläuse, Thripse und Spinnmilben. Die nachtaktiven Laufkäfer ernähren sich von Schneckeneiern, Drahtwürmern, Läusen und Milben.

Wichtig für die Bestäubung

Die kleinen Raubmilben fressen Thripse, Spinnmilben und Trauermücken. Spinnen und Vögel lieben die fliegenden Schadinsekten. Alle diese Nützlinge im Garten sind auch wichtig für die Bestäubung, die wiederum gut ist für eine reiche Ernte.

Ein paar einfache Dinge tragen dazu bei, dass sich Nützlinge im Garten wohl fühlen. Sei das ein Insektenhotel, ein Vogelhaus oder ein Tontopf mit Stroh. Ebenso kann ein Laub- oder Asthaufen als Versteck für Igel, Blindschleichen oder Kröten dienen.

Einheimische Stauden und Gehölze

Achten Sie am besten bei der Bepflanzung darauf, dass vor allem einheimische Stauden und Gehölze verwendet werden – und dass von März bis Oktober ein reiches Blütenmeer angeboten wird. Es gibt auch viele Kräuter und einjährige insektenfreundliche Pflanzen.

Um möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten, hilft es, Raupen oder Schnecken von Hand abzulesen. Läuse können mit Wasser abgespült werden. Je nach Pflanze kann man die befallenen Stellen abschneiden. Sind trotzdem Pflanzenschutzmittel nötig, gibt es biologische, die Nützlinge schonen. Ich wünsche Ihnen eine gute Gartensaison.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils in der zweiten Ausgabe des Monats über aktuelle Gartenaspekte.