Im Gespräch
09.06.2021

Gartentipp: Jetzt wird gemulcht

Gärtnerin im Schlossgarten Wildegg: Lea Walzer. Foto: Pascal Meier/MA

Gärtnerin im Schlossgarten Wildegg: Lea Walzer. Foto: Pascal Meier/MA

Von: Lea Walzer

Im Sommer gedeihen Gärten besonders schön. Die Pflanzen benötigen jedoch viel Wasser. Damit dieses bei hohen Temperaturen weniger schnell verdunstet, sollte der Boden grosszügig gemulcht werden. Dabei wird der Boden mit klein geschnittenem Pflanzenmaterial bedeckt.

Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und regt gleichzeitig das Leben darin an. Wer etwas Geduld hat, kann zum Beispiel Regenwürmer dabei beobachten, wie sie die Häckselstückchen in den Boden ziehen. Die Qualität des Bodens wird dadurch verbessert.

Und so wird gemulcht: Verteilen Sie den Mulch um die Pflanzen, so dass der Boden gut bedeckt ist. Dafür können verschiedenste Pflanzen verwendet werden. Diese sollten eher dürr und getrocknet sein. Auch Heu oder Rasenschnitt kann als Mulch dienen. Bevor Sie Rasenschnitt als Mulch verwenden, sollten Sie diesen an der Sonne trocknen lassen. Gut als Mulch eignen sich auch gehacktes Chinaschilf und Hanfhäcksel.

Schon an Gründüngung denken

So schön der Sommer ist, bereitet sich manch einer gedanklich vielleicht bereits auf den Herbst vor. Dann sollten Gemüsebeete, die abgeerntet sind und nicht mehr bepflanzt werden, auf keinen Fall leer bleiben. Ansonsten wird der Boden zu stark ausgewaschen oder ausgetrocknet und wichtige Nährstoffe gehen verloren. In dem Fall empfiehlt es sich, Gründüngungspflanzen anzusäen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist, eine Pflanze zu wählen, die nicht mit den Pflanzen verwandt ist, die zuvor im Beet gewachsen sind. Fast immer möglich sind Spinat, Nüssler, Phacelie, Ringelblume, Tagetes oder Öllein. Im Handel sind auch gute Mischungen erhältlich.

Durch die Gründüngung kann einer gewissen Bodenmüdigkeit vorgebeugt werden. Schädlinge werden reduziert und der Boden wird lockerer. Diese Art von Düngung wird als Gründüngung bezeichnet, weil diese Pflanzen später auch in den Boden eingearbeitet werden können. Sie dienen so der Nährstoffanreicherung. In einem Hausgarten ist es nicht immer einfach, die Pflanzen in den Boden einzuarbeiten. Man kann sie aber auch einfach als Mulch rund um die Pflanzen streuen.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils in der zweiten Ausgabe des Monats über aktuelle Gartenaspekte.