10.09.2020

Weitere freiwillige Fahrer gesucht

Hat mit dem Mahlzeitendienst eine für sie befriedigende Aufgabe gefunden: Trudy Gafner aus Wildegg beim Verstauen der Essensboxen, bevor es los geht auf die Tour. Foto: Carolin Frei
Die Mahlzeiten werden frisch zubereitet: Die Küchen-Crew beim Verpacken des aktuellen Menüs – Pouletgeschnetzeltes an Currysauce mit Früchtegarnitur, Suppe, Salat und Dessert. Foto: Carolin Frei

Hat mit dem Mahlzeitendienst eine für sie befriedigende Aufgabe gefunden: Trudy Gafner aus Wildegg beim Verstauen der Essensboxen, bevor es los geht auf die Tour. Foto: Carolin Frei

Hat mit dem Mahlzeitendienst eine für sie befriedigende Aufgabe gefunden: Trudy Gafner aus Wildegg beim Verstauen der Essensboxen, bevor es los geht auf die Tour. Foto: Carolin Frei
Die Mahlzeiten werden frisch zubereitet: Die Küchen-Crew beim Verpacken des aktuellen Menüs – Pouletgeschnetzeltes an Currysauce mit Früchtegarnitur, Suppe, Salat und Dessert. Foto: Carolin Frei

Die Mahlzeiten werden frisch zubereitet: Die Küchen-Crew beim Verpacken des aktuellen Menüs – Pouletgeschnetzeltes an Currysauce mit Früchtegarnitur, Suppe, Salat und Dessert. Foto: Carolin Frei

Von: Carolin Frei

Rupperswil: Trudy Gafner aus Wildegg ist seit eineinhalb Jahren als Freiwillige für den Fahrdienst vom Alters- und Pflegeheim Länzerthus tätig. Die Nachfrage für den Mahlzeitendienst ist gross – der Fahrer-Pool soll deshalb ausgebaut werden.

«Ich bin jeden Tag unterwegs, liefere bis zu 21 Essensboxen in Auenstein, Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil aus», sagt Trudy Gafner. Zu Beginn ihrer freiwilligen Tätigkeit waren es mal fünf, mal acht Mahlzeiten. «Corona hat alles verändert, der Bedarf stieg rasant an. Zugleich traten die beiden anderen Fahrer – beides Pensionäre – wegen der Ansteckungsgefahr in den Ausstand», sagt die 56-Jährige. 

Um diesen Mehraufwand auffangen zu können, wird sie im Moment von ihrem Mann beim Verteilen unterstützt. Es sei eine schöne, befriedigende Aufgabe. Aber natürlich würde sie es begrüssen, wenn sich weitere Fahrer melden würden. «Ich müsste dann nicht mehr jeden Tag Fahrdienst leisten, könnte meine Nachmittage anders verplanen», betont sie. Zusammen mit ihrem Mann leitet sie eine Autowaschanlage, in der sie vor allem am Morgen tätig ist.

Austausch ist wertvoll

In den eineinhalb Jahren hat sie einiges an Schönem erlebt. «Zwei Seniorinnen – eine lebt in Auenstein, eine in Rupperswil – kennen sich von früher, hatten jedoch den Kontakt verloren. Nun bin ich sozusagen ihr «Buschtelefon», leite Grüsse und anderes mehr von der einen zur anderen weiter», sagt Gafner schmunzelnd. Bei den Gesprächen, die sich immer wieder mal ergeben würden, habe sie auch schon einige Tipps bekommen, etwa zur Rosenpflege. «Dieser Austausch ist für beide Seiten wertvoll», sagt sie. 

Und wenn jemand mal nicht öffnet, wenn sie mit dem Essen vor der Türe steht, klärt sie mit den Nachbarn, ob sie was wissen. Manchmal wird die 56-Jährige auch von Hund Billi begleitet. «Eine Seniorin kann es jeweils kaum erwarten, ihn zu sehen und zu knuddeln.» 

Befriedigende Arbeit

Trudy Gafner ist froh, mit dem Fahrdienst eine Aufgabe gefunden zu haben, die ihr guttut. «Es gab Zeiten, in denen ich etwas schwer hatte», erinnert sich Gafner. Ihre Ärztin gab ihr den Tipp, sich doch sozial zu engagieren, sich eine sinnvolle Nebenbeschäftigung zu suchen. «Beim Fahrdienst wurde ich fündig. Ich kann diesen Freiwilligeneinsatz allen nur empfehlen, gerade auch Menschen ohne Arbeit. Die Tätigkeit ist befriedend und stärkt das Selbstwertgefühl.»

Fahrer über Mittag gesucht

Seit Ausbruch der Pandemie hat die Nachfrage nach dem Mahlzeitendienst über Mittag kräftig angezogen. Das Länzerthus ist deshalb auf der Suche nach Fahrern, die die Essensboxen über Mittag nach Auenstein, Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil ausliefern. Die Einsatzzeiten sind Montag bis Freitag, jeweils von 11 bis 12.30 Uhr. Es ist möglich, nur an einem Tag Mahlzeiten zu liefern. Für die Fahrten wird ein Kilometergeld vergütet. Interessierte können sich gerne bei Thomas Brunner vom Länzerthus unter 062 889 01 89 melden.

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