Stadt Lenzburg
12.12.2018

Kultur-Ehrung und neue Verwaltungs-Struktur

<em>Ehrenmedaille der Stadt für den Künstler:</em> Stadtammann Daniel Mosimann zeichnet Ruedi Häusermann aus. Foto: Fritz Thut

Ehrenmedaille der Stadt für den Künstler: Stadtammann Daniel Mosimann zeichnet Ruedi Häusermann aus. Foto: Fritz Thut

Einwohnerrat Die letzte Sitzung des Jahres war geprägt von Traktanden ausserhalb des Politgeschäfts: Ruedi Häusermann wurde mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet und am Ende wurde über die Neuorganisation der Verwaltung informiert.

Fritz Thut

Einen Tag nach seinem 70. Geburtstag erhielt der in vielen Sparten tätige Lenzburger Kulturschaffende Ruedi Häusermann eine besondere Auszeichnung. Im Namen seiner Heimatstadt überreichte Stadtammann Daniel Mosimann dem «Komponisten, Regisseur und Musiker» die Lenzburger Ehrenmedaille.

Mosimann würdigte das vielseitige Schaffen des «renommierten Protagonisten des modernen Musiktheaters in ganz Europa» vor allem an lokalen Beispielen: Häusermann ist «Vater» des Nach-Jugendfest-Open-Airs «Metschgplatsch» und vielen Beteiligten und Zuschauern bestens in Erinnerung als Mann hinter dem Theaterprojekt «Ängelrain» im Lenzburger Jubiläumsjahr 2006.

Gemäss dem Stadtammann lässt sich Ruedi Häusermann aufgrund seiner Vielseitigkeit «nicht schubladisieren»; allen Projekten sei jedoch «der grandiose Spielwitz» gemeinsam. Der Geehrte zeigte sich bescheiden und nahm die Auszeichnung «stellvertretend für die kulturell Schaffenden in der Stadt» entgegen. Den Volksvertretern rief er in Erinnerung: «Wichtig ist die kulturelle Förderung der Kinder.»

Moderate Neuorganisation

Stadtammann Mosimann bestritt unter «Umfrage» einen weiteren wichtigen Teil dieser Einwohnerratssitzung. Er orientierte über die «Neuorganisation der Stadtverwaltung». Für einmal wurde diese Information mit Beamer-Projektion auf Leinwand unterstützt. Viel von Mosimanns Ausführungen tönten so sicher nicht zufällig wie an einem Betriebswirtschaftsseminar: «Wir wollen eine klare Zuteilung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung.» Man habe hier mehr auf «Evolution statt Revolution» gesetzt. Entsprechend beschränkt sind die vorgeschlagenen und bereits auf den 1. Januar 2019 umzusetzenden Änderungen. Einigen Zuhörern kam der angepasste Spruch in den Sinn: «Der Gofi hat hier eine Maus geboren.»

Wegen des «erhöhten Drucks der Öffentlichkeit», so Mosimann, habe man sich entschlossen, den Leiter-Posten im Stadtbauamt nach dem Abgang von Helen Bisang nicht mehr zu besetzen. Stattdessen werden die beiden Abteilungen «Tiefbau und Verkehr» und «Stadtplanung und Hochbau» aufgewertet. Die Abteilung «Immobilien», wo man ein sauberes Portfolio erstellen und daraus eine Strategie ableiten will, kommt neu ins Ressort «Immobilien, Forst» von Stadtrat Martin Steinmann.

Auf dem Organigramm gibt es weitere Anpassungen: Die Regionalpolizei kommt neu ins Ressort «Finanzen, Sicherheit» von Vizeammann Franziska Möhl und «die gesellschaftliche, nicht bauliche Stadtentwicklung» (Mosimann) kommt ins Ressort «Präsidiales, Bildung, Kultur». Der Stadtammann war bereits für diese bisher im Bauamt organisierten Aufgaben zuständig.

Die Änderungen sind derart marginal, dass der Bürger vorerst davon konkret nichts zu spüren bekommen wird.