Stadt Lenzburg
12.09.2018

Das Kapital sind 107 Nachwuchsspieler

Bereit für die neue Saison: Der Nachwuchs des UHC Lenzburg freut sich darauf, dass es endlich losgeht. Foto: zvg

Bereit für die neue Saison: Der Nachwuchs des UHC Lenzburg freut sich darauf, dass es endlich losgeht. Foto: zvg

Unihockey Am kommenden Samstag, 15. September, startet die Saison 2018/2019. Die ersten Lenzburger, die im Einsatz stehen werden, sind die C-Junioren. Bereit für grosse Taten sind hingegen alle der kleinen Unihockeyaner.

Ruedi Burkart

Sie müssen übermorgen ziemlich früh aus den Federn. Bereits um 9 Uhr bestreiten die Jungs von Trainer Renato Wölfli in der Winterthurer Rennweghalle die erste Partie der neuen Saison gegen Mutschellen. Ihnen gleich tun es am selben Tag die jüngeren E-Junioren (Jahrgänge 2009/2010), welche in Sursee ins Wettkampfgeschehen eingreifen werden.

«Endlich gehts los», freut sich stellvertretend für alle Lenzburgs Sportchef und Nachwuchstrainer Rafael Reusser. Vorbereitungsspiele seien gut und recht, «aber die Jungs und Mädels wollen vor allem um Punkte spielen». Seit der Gründung des Dachvereins Unihockey Aargau United (UAU, siehe separaten Artikel) spielen die Kids nur noch so lange beim UHC Lenzburg, bis sie Grossfeld-Unihockey spielen können. Also wenn sie in die U16-Mannschaft von UAU wechseln, welche mit Spielern der Vereine Lenzburg, Wohlen und Bremgarten gespeist wird.

«Wir sind stolz darauf, dass wir aktuell mit 16 Lenzburgern in der U16 vertreten sind», freut sich Reusser. Mit anderen Worten: Die grosse Mehrheit des U16-Kaders wurde in Lenzburg ausgebildet. Ein schöner Erfolg für den Verein mit knapp 180 Mitgliedern, von denen 107 im Juniorenalter sind. Apropos: Der U18 und der U21 von UAU gehören in der neuen Saison je sechs Lenzburger Spieler an.

3000 Franken für fremde Hallen

 

Zahlreiche Nachwuchsspieler brauchen Platz. Leider ist dieser in Lenzburg für die Unihockeyaner nicht in gewünschtem Mass vorhanden. Das stellt den Verein immer wieder vor logistische und vor allem finanzielle Herausforderungen. «Weil wir in Lenzburg zu wenig Hallenzeit erhalten, müssen wir auch Trainings auswärts in Schafisheim, Hunzenschwil und Ammerswil abhalten», so Reusser. Der Weg in die Nachbardörfer im Feierabendverkehr ist das eine, die rund 3000 Franken, die für das sportliche Exil aufgewendet werden müssen, das andere.

Die 1. Mannschaft von Trainer Pascal Marquardt spürt die Hallenknappheit mit voller Wucht. Statt sich seriös auf die Grossfeldpartien vorbereiten zu können – also in einer Dreifachturnhalle über alle drei Hallen zu trainieren –, müssen die 4.-Liga-Unihockeyaner bei ihrem einzigen wöchentlichen Training jeweils donnerstags mit zwei Dritteln auskommen. Dass das gelinde gesagt suboptimal ist, kann man sich denken. Wie sich diese Trainingsmöglichkeiten in der Meisterschaft auswirken werden, wird man bald wissen. Der Startschuss in der 4. Liga fällt am Sonntag, 30. September, mit einer Partie gegen Black Creek Schwarzenbach in Reinach.

Hinweis: Infos für interessierte Nachwuchsspieler unter www.uhc-lenzburg.ch.

Aargau United mit ehemaligem Nationaltrainer

Grossfeld Im Januar 2014 stimmten die Mitglieder der Vereine UHC Lenzburg, Virtus Wohlen und UHC Bremgarten einer engen Zusammenarbeit zu. Im Dachverein «Unihockey Aargau United» werden seither die Junioren ab Stufe Grossfeld bis zum 2.-Liga-Fanionteam zusammengefasst. Vom ehrgeizigen Ziel, rasch in die 1. Liga aufzusteigen, ist man momentan weit entfernt. Auch die letzte Saison endete sportlich unbefriedigend mit dem vierten Schlussrang. Obs in der neuen Spielzeit besser klappt? Mit Randy Bongaards, dem ersten Schweizer Nationaltrainer überhaupt Ende der 1980er-Jahre, an der Bande startet Aargau United übermorgen Samstag in Huttwil gegen Spitzenklub Black Creek Schwarzenbach in die Saison 2018/2019. (rubu.)

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