Stadt Lenzburg
06.06.2018

Der FC Lenzburg hat den Blues überwunden

<em>Und wieder ein Tor:</em> FCL-Knipser Fidan Tafa (dunkles Dress) düpiert Koblenz-Goalie Yanick Zimmermann beim 8:0-Heimsieg. Foto: rubu

Und wieder ein Tor: FCL-Knipser Fidan Tafa (dunkles Dress) düpiert Koblenz-Goalie Yanick Zimmermann beim 8:0-Heimsieg. Foto: rubu

Fussball Mit einem Heimspiel gegen den FC Mellingen geht am kommenden Samstag die Saison für die 2.-Liga-Fussballer zu Ende (16 Uhr, Wilmatten). Das erste Jahr nach dem Abstieg verlief für die Verantwortlichen zufriedenstellend.

Ruedi Burkart

Vor einem Jahr versank der FC Lenzburg kurzzeitig in Tristesse – Abstieg aus der 2. Liga inter. Der Blues hielt indes nicht lange an. «Wir wollen versuchen, gleich vorne mitzuspielen», gab Co-Präsident Ueli Bruder damals die Devise heraus.

Das Vorhaben klappte nicht schlecht, in der Meisterschaft etablierte sich das Team des Trainerduos Igor Drmic/Thomas Kleiner im vorderen Mittelfeld. «Das Team zeigte in den letzten Wochen und Monaten immer wieder ganz gute Spiele», äussert sich Co-Präsident Mike Barth, «man darf einfach nicht vergessen, dass wir die mit Abstand jüngste Mannschaft in dieser Liga stellen.» Für die Zukunft sei ihm, Barth, gar nicht bange: «Aktuell sind wir auf einem guten Weg.» Und dass die beiden Trainer bleiben, sei ebenfalls ein gutes Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Lenzburger waren jedoch auch von kapitalen Aussetzern nicht gefeit. Als Beispiel sei an dieser Stelle das blamable Out im Aargauer Cup gegen Drittligist Neuenhof erwähnt. Der FCL lag früh mit 0:2 in Rückstand, ging eine Viertelstunde vor Schluss mit 3:2 in Führung – und verlor gegen den Underdog noch mit 3:4. «Das war zweifellos die schlechteste Leistung der ganzen Saison», ärgert sich Barth auch heute noch.

Im Sommer 2019 in die Top 3

Tempi passati. Jetzt gilt die ganze Konzentration der Vorbereitung auf die Saison 2018/2019. Neben dem Trainerstaff wird voraussichtlich auch der Grossteil der Mannschaft beim FCL bleiben. «Natürlich haben wir Kontakt mit Spielern, die gerne zu uns kommen würden. Das zeigt uns, dass der FC Lenzburg in der Szene weiterhin eine gute Adresse ist», so Barth.

Es sei nun das Ziel, um den «harten Kern» herum eine kompetitive Truppe zu bilden. «Mit dem FC Lenzburg muss auch in der kommenden Saison gerechnet werden. Sofern die Verletzungshexe nicht wieder dermassen zuschlägt wie in den letzten Monaten.» Den Wiederaufstieg will Barth indes nicht als primäres Ziel definieren: «Aber es stimmt, dass wir unseren Verein längerfristig wieder eine Liga höher etablieren wollen.» Vorerst gebe man als Devise das Erreichen eines Ranges in den Top 3 heraus.