Stadt Lenzburg
14.03.2018

Baustart am Knoten Neuhof

Erste Arbeiten: Vorbereitung für die Spange Hornerfeld. Foto: Fritz Thut

Erste Arbeiten: Vorbereitung für die Spange Hornerfeld. Foto: Fritz Thut

Die Arbeitsvorbereitungen für den Baubeginn des kantonalen Grossprojekts A1-Zubringer Lenzburg laufen auf Hochtouren. Anfang Woche wurden erste Vorarbeiten ausgeführt.

Die Leistungsfähigkeit des heute mit einem Lichtsignal gesteuerten Knotens Neuhof am A1-Zubringer Lenzburg genügt nicht mehr. Nicht nur in den Spitzenstunden, sondern auch tagsüber staut sich der Verkehr weiträumig.

Mit dem kantonalen Strassenbauprojekt werden die Verkehrsströme auf zwei Ebenen, durch einen neuen Tagbautunnel, entflechtet. Die Verkehrsströme von der Autobahn Richtung Bünztal und umgekehrt können durch den neuen Tunnel kreuzungsfrei unter dem Knoten Neuhof hindurchgeführt werden. Mit dem Ausbau werden gemäss einer Mitteilung des kantonalen Baudepartements (BVU) die bestehenden Kapazitätsprobleme am Knoten Neuhof gelöst.

Kosten von 75 Millionen

Der Regierungsrat hat letzten Dezember den Baumeisterauftrag an die Arbeitsgemeinschaft Kipo, bestehend aus der Kibag Bauleistungen AG aus Oftringen und der Porr Suisse AG aus Altdorf, vergeben. Aufgrund der mittlerweile rechtskräftigen Arbeitsvergabe wird der bewilligte Kredit von 75 Millionen Franken ausreichen.

Parallel zur Submission wurde das Landerwerbsverfahren abgeschlossen. Es konnten mit allen betroffenen Grundeigentümern gütliche Lösungen getroffen werden, sodass die Bauarbeiten auf den beanspruchten Grundstücken planmässig starten können.

Bereits am letzten Montag wurden erste Vorarbeiten in Angriff genommen. Unter anderem werden die Installationen für die Bauarbeiten im Hornerfeld erstellt und erste Werkleitungsarbeiten ausgeführt.

Offizieller Start im April

Die Bauphase 1 ab Anfang April beinhaltet alle Vorbereitungen für den Tunnelbau, sodass in Bauphase 2 ab Herbst 2018 der Verkehr umgeleitet werden kann. Dazu werden die Spange Hornerfeld, der Brauereiweg, die Massnahmen in der Othmarsingerstrasse, die Verbreiterung am Knoten Neuhof und alle Provisorien (Knoten Lindfeld, Gexi und Hornerfeld) erstellt und die Werkleitungen im Bereich der Baugrube verlegt.

Die Bauphase 2 dauert mit rund zwei Jahren am längsten und umfasst den Tunnel- und grosse Teile des Strassen-baus. Der Tunnel wird im Tagbau in einer offenen, bis zu 14 Metern tiefen Baugrube erstellt.

Nach den Betonarbeiten wird die Baugrube wieder verfüllt, sodass der darüberliegende Strassenbau – unter anderem mit dem Kreisel Horner – erstellt werden kann.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse muss während der ganzen Bauphase 2 die Hendschikerstrasse im Bereich Hero/Parkhaus Berufsschule gesperrt werden. Der Verkehr von und ins Bünztal wird via Spange Hornerfeld–Knoten Gexi–Badenerstrasse–Knoten Lindfeld umgeleitet.

In Bauphase 3 ab Ende 2020 werden dann die restlichen Strassenbauarbeiten und insbesondere die Arbeiten im Perimeter des Bundesamtes für Strassen (Astra) fertiggestellt, sodass der Tunnel in Betrieb genommen werden kann.

Unvermeidliche Behinderungen

Die Bauzeit und damit die Behinderungen werden gemäss BVU auf das Minimum reduziert. Wenn möglich, stehen vier bis fünf Bauequipen im Einsatz. Mit Ausnahme von einzelnen, kurzen Phasen bleiben während der ganzen Zeit die Hauptachsen mindestens zweispurig befahrbar. (pd/bvu)