Stadt Lenzburg
07.02.2018

Drei Lenzburger Künstler zeigen «Schnittstellen – Aufbrüche»

Lässt Interpretationen zu: Werk von Anja Voegeli Knapp. Fotos: zvgÜberraschende Sichtweise: Werk von Beat Leuenberger.Anregungen aus der Natur: Werk von Franziska Aschwanden.

Lässt Interpretationen zu: Werk von Anja Voegeli Knapp. Fotos: zvg

Überraschende Sichtweise: Werk von Beat Leuenberger.

Anregungen aus der Natur: Werk von Franziska Aschwanden.

Unter dem Label «kunst im alterszentrum» präsentieren die Lenzburger Künstlerinnen Anja Voegeli Knapp (Bilder) und Franziska Aschwanden (Bilder) sowie der Künstler Beat Leuenberger (Lyrik) ihre aktuellen Arbeiten.

Bereits zum vierten Mal in Folge stellen regionale Künstler im Alterszentrum Obere Mühle Lenzburg aus und verwandeln das Atrium in einen temporären Kunstraum. «Schnittstellen – Aufbrüche» heisst der Titel der Ausstellung, die vom 14. Februar bis zum 11. März zu sehen ist und Bewohnern, Besuchern und Kunstinteressierten offen steht.

Das Thema Schnittstellen ist nicht nur in den persönlichen Werken der Künstlerinnen präsent. Auch die Zusammenarbeit im öffentlichen Raum verbindet die beiden Frauen. Mit ihren bunten Wandbildern in der Unterführung Gleis 1 beim Bahnhof und dem Müli-Märt realisierten sie zwei gemeinsame Team-Kunstprojekte. Alle drei Kunstschaffenden haben ihre Ateliers in den ehemaligen Gewerberäumen der Wisa-Gloria-Fabrik und kommunizieren gegenseitig auch gestalterisch durch «Hin- und Herbilder» und Textarbeiten.

Zum Nachdenken anregen

Anja Voegeli Knapp ist Lehrerin für bildnerisches Gestalten, Kulturmanagerin und Bilderbuch-Illustratorin. Sie absolvierte den Vorkurs für Gestaltung in Zürich und hospitierte in Genf an der École supérieure d’art visuelle. In ihren momentanen Arbeiten kombiniert sie Fotografie mit Malerei. Ausgehend von einer Fotografie gestaltet Anja Voegeli Knapp informelle Farbkompositionen, die dem Betrachter viel Raum für eigene Interpretationen zulassen.

Anja Voegeli ist Initiantin und Organisatorin der «Tage der offenen Türe» in der Wisa-Gloria. Ihre Werke stellt sie in der Region Lenzburg seit 1991 aus.

Filigranes auf Bildträgern

Franziska Aschwanden besuchte die Journalistenschule in St. Gallen und absolvierte eine Schauspiel- und Regieausbildung mit anschliessender Tätigkeit als Produktionsassistentin. Als Autodidaktin bezieht sie 1996 ihr erstes Atelier und nimmt Malunterricht beim Winterthurer Künstler Daniel Rehmer in seinem Atelier im Kornhaus Baden.

Im Wisa-Gloria-Atelier fabriziert sie aktuell selbst Malgründe und verarbeitet die Oberflächen mit filigranen Tusche-Zeichnungen auf Seidenpapier. Ihre Anregungen für die Motivwahl holt sie sich in der Natur.

Lyrische Texte aus dem Alltag

 

Beat Leuenberger ist hauptberuflich Wissenschaftsjournalist und war für diverse Zeitungen und Fachmedien tätig. Als freischaffender Journalist engagiert er sich für verschiedene Printmedien mit Beiträgen zu Gesundheit und Medizin. Im Rahmen der offenen Ateliertüren der Wisa-Gloria gestaltete er in Zusammenarbeit mit Franziska Aschwanden drei Ausstellungen mit Mantras, Aphorismen, Haikus und Gedichten. Es ist oft sehr Alltägliches, dem sich Beat Leuenberger auf seine eigene Weise lyrisch zuwendet, und dem Leser damit überraschende Sichtweisen ermöglicht.

Der Verein der Alterswohnheime Lenzburg garantiert mit diesen drei Lokalkünstlern eine spannende Mischung und lädt die Einwohner von Lenzburg und Umgebung zu Begegnung und Kunst ins Alterszentrum ein.

(nre)

 

Schnittstellen – Aufbrüche. Ausstellung im Alterszentrum Obere Mühle in Lenzburg. Anja Voegeli Knapp (Bilder), Franziska Aschwanden (Bilder), Beat Leuenberger (Lyrik). Vernissage: Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr. Öffnungszeiten: 15. Februar bis 11. März, täglich von 9 bis 17 Uhr.