Stadt Lenzburg
08.11.2017

Ein neuer Baukörper statt 3 Pavillons

Müssen weichen: Die bisherigen drei Alterswohnungs-Pavillons beim Pflegeheim des Alterszentrums Obere Mühle (hinten) in Lenzburg. Foto: Fritz ThutKompakter Baukörper: Modell des Siegerprojekts «Opa Mühler» (unten links) für die Alterswohnungen beim Alterzentrum Obere Mühle in Lenzburg. Foto: zvg

Müssen weichen: Die bisherigen drei Alterswohnungs-Pavillons beim Pflegeheim des Alterszentrums Obere Mühle (hinten) in Lenzburg. Foto: Fritz Thut

Kompakter Baukörper: Modell des Siegerprojekts «Opa Mühler» (unten links) für die Alterswohnungen beim Alterzentrum Obere Mühle in Lenzburg. Foto: zvg

Die altersgerechten Wohnungen im Lenzburger Alterszentrum Obere Mühle sind nicht mehr à jour. Die bisherigen drei Pavillons sollen einem Neubau weichen; der Projektwettbewerb ist abgeschlossen.

Fritz Thut

Im Juni des letzten Jahres wurde das neue Pflegeheim des Alterzentrums Obere Mühle in Lenzburg in Betrieb genommen. Die Ruhe nach dem Abzug der Bauarbeiter ist nicht von Dauer; bereits steht das nächste Grossprojekt vor der Tür.

In den Jahren 2020 bis 2021 will die Obere Mühle Alterswohnungen AG (OMA) neben dem Pflegeheim einen Neubau mit 39 Alterswohnungen realisieren. Das Projekt heisst folgerichtig «OMA 2020» und wurde diesen Frühling mit der Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs lanciert.

Nötig ist der Neubau, weil die bisherigen Pavillons, die schon 50 Jahre auf dem Buckel haben, nicht derart umgebaut werden können, dass die Wohnungen den heutigen Ansprüchen an die Alterstauglichkeit genügen. «Sie lassen sich nicht mehr altersgerecht ertüchtigen», sagt der Niederlenzer Architekt Fred Zimmerli, der im OMA-Verwaltungsrat für das Ressort Bau zuständig ist.

Bezahlbare Wohnungen

Das Ziel des Auftraggebers ist es, Wohnungen zu bauen, die später für einen monatlichen Zins zwischen 1000 und 1200 Franken gemietet werden können. «Uns ist es ein Anliegen, altersgerechte Wohnungen für Bezüger von Ergänzungsleistungen anbieten zu können», formuliert es OMA-Verwaltungsratspräsidentin Heidi Berner. Die Bauherrin, die Obere Mühle Alterswohnungen AG, ist wie die Alterszentrum Obere Mühle AG eine juristische Tochter des Vereins für Alterswohnheime der Gemeinde Lenzburg.

Zum Architekturwettbewerb wurden fünf Büros aus Aarau, Baden, Brugg und Zürich eingeladen. Die anonym eingereichten Projekte wurden im letzten Monat von einer Jury beurteilt. In zwei Beurteilungsrunden wurde das Projekt «Opa Mühler» als Sieger erkoren. Es stammt von der Stoos Architekten AG in Brugg; die hier nicht unwesentliche Landschaftsarchitektur stammt von raderschallpartner ag aus Meilen.

Ein zentraler Park

Das Siegerprojekt ist geprägt durch einen kompakten homogenen Baukubus mit einem fünfeckigen Grundriss. Stoss Architekten platzieren den Neubau ganz an den Südrand der Baufläche. Damit entsteht zwischen dem Alterswohnungskomplex und dem Pflegeheim eine grosse Fläche, die entsprechend gestaltet werden soll. «Dieser zentrale Park bietet den Be- und Anwohnern einen Mehrwert», so Architekt Fred Zimmerli.

In der Formulierung der Jury besticht der vierstöckige Bau «durch eine überzeugende ortsbauliche Lösung und eine hohe Qualität der Aussenräume». Inzwischen hat man das Projekt den Anwohnern präsentiert. «Es gab keine negativen Reaktionen», freut sich Heidi Berner.

Für den Neubau, der rund 8 Millionen Franken teuer werden dürfte, müssen die bisherigen drei Alterswohnungs-Pavillons abgerissen werden. Der nördlichste Pavillon kann während der Bauzeit noch stehen bleiben. Für die Bewohner wird man Übergangslösungen suchen.

Ausstellung aller Wettbewerbsprojekte: Erdgeschoss Alterszentrum Obere Mühle, Mühleweg 10, Lenzburg. Vom 20. No- vember bis 3. Dezember, jeweils von 9 bis 17 Uhr.