Seetal-Lindenberg
09.01.2019

Viel Applaus und eine leise Enttäuschung

<em>Ehre, wem Ehre gebührt:</em> Ein Teil der ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler mit Gemeindeammann Hans Peter Dössegger (links stehend) und Vizeammann Andrea Hollinger (rechts stehend). Foto: Ruedi Burkart

Ehre, wem Ehre gebührt: Ein Teil der ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler mit Gemeindeammann Hans Peter Dössegger (links stehend) und Vizeammann Andrea Hollinger (rechts stehend). Foto: Ruedi Burkart

Seon Am Neujahrsapéro wurden nicht nur erfolgreiche Sportler geehrt. Gemeindeammann Hans Peter Dössegger blickte voraus auf ein reich befrachtetes Jahr in der Gemeinde. Und kündigte eine mögliche Änderung beim Begrüssungsanlass für die Neuzuzüger an.

Ruedi Burkart

Seon ist als Wohngemeinde begehrt und wächst munter weiter. Rund 50 Personen liessen sich im vergangenen Jahr in der Seetaler Gemeinde nieder. Der guten Tradition zufolge waren alle diese Neuzuzüger zum offiziellen Neujahrsapéro eingeladen worden. Dass schliesslich nur eine Handvoll davon am letzten Sonntag den Weg ins Kulturzentrum fand, enttäuschte Gemeindeammann Hans Peter Dössegger. «Gerade mal drei Leute sind erschienen. Das ist schon sehr wenig. Wir werden uns überlegen, in welcher Form wir die neuen Einwohner künftig begrüssen wollen», so Dössegger. Ob weiterhin zu Jahresbeginn oder an einem andern Anlass, ist offen.

Abgesehen von diesem kleinen Dämpfer verlief der traditionelle Neujahrsapéro äusserst stimmungs- und genussvoll. Vor dem Höhepunkt des Vormittags, der Ehrung der erfolgreichsten Sportler der Gemeinde, und der Eröffnung des Apéros blickte Gemeindeammann Dössegger voraus auf die anstehenden Herausforderungen des Jahres. Er sprach vor den zahlreich aufmarschierten Einwohnern die kommenden Strassenbauprojekte an, insbesondere die Arbeiten an der Seetalstrasse: «Das wird uns ziemlich beschäftigen.» Das anhaltende Bevölkerungswachstum und die daraus resultierenden höheren Schülerzahlen werden ein grösseres Thema sein.

Ob der Neujahrsapéro auch in Zukunft im Kulturzentrum stattfinden wird, ist offen. Dössegger stellte in Aussicht, diesen Anlass im kommenden Jahr ins Hallenbad zu verlegen, quasi zur Wiedereröffnung. Der Gemeindeammann: «Die umfassenden Renovationsarbeiten beginnen im kommenden April. Am Wochenende unseres nächsten Neujahrsapéros sollten diese beendet sein.»

Badetuch für sportlichen Erfolg

Seon ist eine sportliche Gemeinde. Gleich 34 Athleten, welche im vergangenen Jahr einen Podestplatz an nationalen oder internationalen Meisterschaften erringen konnten, wurden angeschrieben. Der Einladung Folge geleistet haben deren 25. Den Hauptharst stellte der Orientierungslauf-Klub Argus. Doch auch die beiden Radballer Sebastian Stempfel und Stefan Zehnder sowie Behindertensportler Adrian Thomann (vertreten durch seine Eltern) durften als Anerkennung für die vollbrachten Leistungen ein Seoner Badetuch in Empfang nehmen.

Nach dem gelungenen Start ins Jahr scheint klar: Wenn die Bevölkerung von Seon mit ähnlich viel Elan ins 2019 geht, wie die von Dirigent Dominik Rohr geleitete Musikgesellschaft am Neujahrsapéro aufgespielt hat, kann wahrlich nicht viel schieflaufen.