Seetal-Lindenberg
07.11.2018

Neuer Kindergartenstandort gesucht

<em>Idylle täuscht über den desolaten baulichen Zustand hinweg:</em> Der Kindergarten Schönbühl in Seon soll abgebrochen werden. Foto: Alfred Gassmann

Idylle täuscht über den desolaten baulichen Zustand hinweg: Der Kindergarten Schönbühl in Seon soll abgebrochen werden. Foto: Alfred Gassmann

Seon Der Kindergarten Schönbühl hat ausgedient. Der Gemeinderat findet einen Umbau unwirtschaftlich. Als neuer Standort werden der Gemeindeversammlung vom 23. November drei Varianten vorgeschlagen.

Alfred Gassmann

Der Kindergarten Schönbühl am Flurweg 3 ist in weiten Teilen schadhaft. Das Gebäude kommt einem Abbruchobjekt sehr nahe. Beim letzten Schadenereignis drang Wasser in den Bau ein. Der Kindergartenbetrieb musste daher im Juni dieses Jahres eingestellt werden.

Vertrag bis Juni 2020

Der Heilsarmee sei Dank: Wenige Tage später konnte der Betrieb in gemieteten Räumlichkeiten an der Talstrasse 23 weitergeführt werden. Es besteht ein bis 30. Juni 2020 befristetes Mietverhältnis. Der Gemeinderat will sich in der Standortwahl sicher sein und nichts überstürzen. Umso mehr als an der Gemeindeversammlung vom 15. Juni ein Antrag von Annemarie Kneller, Präsidentin der Schulpflege, betreffend Variantenabstimmung in Sachen Kindergartenstandort annähernd einstimmig überwiesen wurde. Gemäss der beauftragten Firma Metron AG benötigt Seon bereits ab 2021 eine zusätzliche Kindergartenabteilung.

Drei Standorte unter der Lupe

Als neuer Standort für einen Doppelkindergarten werden der Gemeindeversammlung vom 23. November drei Varianten vorgeschlagen: Ein Ersatzneubau am bisherigen Standort im Schönbühl, ein Neubau neben dem Schulhaus Hertimatt III sowie die Integration in das neue Schulhaus Hertimatt III.

In der Einladung an die Stimmbürger zur Gemeindeversammlung setzt sich der Gemeinderat mit allen Vor-und Nachteilen auseinander. In Seon befinden sich die drei Kindergartenstandorte Neulen I und II, Zelgli und Schönbühl an dezentralen Lagen. Die kurzen und sicheren Schulwege sprechen dafür, das dezentrale Modell beizubehalten.

Der Gemeinderat wog ab und kommt zum Schluss, der Gemeindeversammlung einen Doppelkindergarten im Schönbühl zu empfehlen.