Region
20.12.2017

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Ein Schloss im Jubiläumskleid: 725 Jahre alt ist die Gemeinde Möriken-Wildegg. Der Weihnachtsmarkt war die Abschlussveranstaltung im Jubiläumsjahr. Foto: MS

Ein Schloss im Jubiläumskleid: 725 Jahre alt ist die Gemeinde Möriken-Wildegg. Der Weihnachtsmarkt war die Abschlussveranstaltung im Jubiläumsjahr. Foto: MS

Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt auf dem Schloss Wildegg zog gut 5000 Besucher an. Anlässlich der 725- Jahr-Feier von Möriken-Wildegg wurde das Schloss in die vier Jahreszeiten getaucht.

Melanie Solloso

Trotz miserabler Wetterprognose liessen sich viele nicht davon abhalten, den traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Schloss Wildegg zu besuchen. Gut 5000 Besucher zählte das Museum Aargau an den beiden Markttagen vom vergangenen Freitag und Samstag.

Zusätzlicher Publikumsmagnet war dieses Jahr die Beleuchtung der Schlossfassade anlässlich der 725-Jahr-Feier der Gemeinde Möriken-Wildegg. Passend zum Jubiläum erschien pünktlich zum Eindunkeln die Zahl 725 an der Schlossfassade. Höhepunkt der bildhaften Inszenierung war jeweils die rund fünfminütige Lichtershow jede halbe Stunde. Abwechselnde Bildsujets nach dem Motto der vier Jahreszeiten tauchten die Schlossfassade in ein neues Kleid. Die Inszenierung, durchgeführt durch die Firma auviso, die bereits ein Jahr zuvor das Bundeshaus mit Licht inszenierte, wurde durch eine passende Soundkulisse untermalt. Schade nur, dass viele Besucher die Lichtershow über ihren Köpfen ob der vielfältigen Angebote an den Marktständen verpassten. Denn was eindeutig fehlte, war ein Hinweis, dass die Show beginnt.

Familiäre Atmosphäre trotz vieler Besucher

Obwohl der Weihnachtsmarkt auf dem Schloss jeweils Tausende von Besuchern anzieht, bleibt das Ambiente im Schlosshof und auf der Lindenterrasse ob der beschränkten Platzverhältnisse familiär. Gewachsen ist der Markt trotzdem. Erstmals gab es bereits Markstände unterhalb vom Schloss, beim Bauernhof. «Die einzige Möglichkeit, wie der Markt noch wachsen kann», sagt OK-Präsidentin Karin Brenner.

Premiere feierte der Markt mit 25 Markständen vor acht Jahren. Dieses Jahr inspirierten 51 Markstände die Besucher mit Geschenkideen. Viel grösser soll der Markt aber nicht mehr werden. «Der Weihnachtsmarkt auf dem Schloss soll klein, aber fein bleiben, die familiäre Atmosphäre wollen wir beibehalten», sagt Brenner.

Kulinarisches Angebot vergrössert

Speziell für die Jubiläums-Ausgabe haben die Organisatoren das kulinarische Angebot erweitert. Besucher konnten sich bei Würsten vom Grill, Raclette, italienischen Spezialitäten, Suppe mit Spatz, Bami Goreng oder süssen Backwaren wie Berliner oder Crêpes kulinarisch verwöhnen lassen. Heisse Maroni, Punsch oder Glühwein machten es ein Leichtes, die Minusgrade auszuhalten und den stimmungsvollen Markt zu geniessen.

Die vielen Lichter, weihnachtliche Lieder und Musik stimmten die Besucher auf die Festtage ein. Und auch der Samichlaus samt Schmutzli und Esel stattete dem Schloss einen Besuch ab. Während es draussen leuchtete und blinkte, konnte man drinnen im Schloss ins Dunkel tauchen. Auf einer Taschenlampenführung erkundeten Mutige das finstere Schloss. Andere bevorzugten etwas mehr Licht und hielten geduldig ihr Schlangenbrot ins offene Feuer.