Region
19.12.2018

Neuer Veloweg eingeweiht

<em>Nach 34 Jahren Wartezeit:</em> Gemeinderat Thomas Hofstetter, Ingenieur Roland Meier, Gemeindeammann Jürg Link und Christine Stich als Vertreterin der Bevölkerung (von links) durchschneiden das Band. Foto: AG

Nach 34 Jahren Wartezeit: Gemeinderat Thomas Hofstetter, Ingenieur Roland Meier, Gemeindeammann Jürg Link und Christine Stich als Vertreterin der Bevölkerung (von links) durchschneiden das Band. Foto: AG

Niederlenz Auf dem ehemaligen Seetalbahntrassee im Abschnitt Dorfrain bis zur Gemeindegrenze mit Lenzburg ist in den letzten Monaten ein neuer Fuss- und Veloweg gebaut worden. Am Samstag wurde er eingeweiht.

Der Weisswein, um nach dem Banddurchschnitt anstossen zu können, musste nicht in den Kühlschrank gestellt werden. Eher kein Veloausflugswetter bot sich bei der Eröffnung des neuen Fuss- und Veloweges im Gemeindebann Niederlenz. Man trug Jacke, Stiefel, Schal, Kappe und Handschuhe. Obwohl noch Abschlussarbeiten anstehen, wollte der Gemeinderat mit der Eröffnung nicht länger zuwarten. Gemeinderat Thomas Hofstetter blickte freudestrahlend zurück auf den «langen» Weg im doppelten Sinn: «Erstens ist der Weg mit seinen 700 Metern Länge eines der längsten zusammenhängenden Strassenbauwerke im Dorf und zweitens hat es 34 Jahre gedauert, bis mit dem Bau des Fuss- und Veloweges begonnen werden konnte.» Wer erinnert sich noch an den 4. Juni 1984, als der letzte planmässige Personenzug von Wildegg nach Lenzburg fuhr? Nach dem Banddurchschnitt gabs kein Halten mehr: Einwohner, Eltern, Kind und Kegel fuhren los, mit dabei Grossrätin und frühere Vizeammann Gaby Lauper sowie der Präsident der Pro Velo Region Lenzburg, Werner Christen, Lenzburg.

2,3 Meter breit und asphaltiert

Die Einwohnergemeindeversammlung Niederlenz bewilligte das Projekt im Juni 2012. Die Baukosten von 0,5 Mio. Franken tragen das Dorf sowie der Bund über das Agglomerationsprogramm. Der Weg von der Sägestrasse bis zum Autobahnviadukt ist bereits seit mehreren Jahren ausgebaut. Auch die Pro Velo Region Lenzburg zeigt sich dankbar, dass der Radweg nun nicht mehr abrupt an der Gemeindegrenze von Lenzburg endet. Doch ein Wermutstropfen bleibt. «Wir verstehen nicht, warum nicht das ganze ehemalige Seetalbahn-Trassee bis Wildegg als Radweg ausgebaut wurde. Damit wäre der Anschluss an die Radroute Aarau–Brugg durchs Aaretal möglich gewesen», bedauert Werner Christen. Fortsetzen kann man den Fussmarsch oder die Velofahrt in Richtung Wildegg über den Neumattenweg. Abgeschlossen werden die am 16. Juli begonnenen Bauarbeiten mit der Beleuchtung auf einer Teilstrecke und mit Absperrbügel bei der Einmündung in den Dorfrain. Thomas Hofstetter und der Gemeinderat sind überzeugt, dass der Fuss- und Veloweg einem echten Bedürfnis entspricht. Warum also auf den Frühling warten? (AG)